Die Sorge um Mette-Marit von Norwegen wächst weiter. Vor wenigen Tagen teilte der Hof mit, dass die 52-Jährige wegen ihrer chronischen Lungenfibrose auf eine Lungentransplantation wartet und bis auf Weiteres keine öffentlichen Termine wahrnehmen kann. Beim Jubiläum der gemeinsamen Stiftung mit Kronprinz Haakon fehlte sie deshalb. Der 52-Jährige erschien allein zu dem Empfang im königlichen Schloss und machte in seiner Ansprache deutlich, wie sehr ihn die Abwesenheit seiner Frau trifft. Besonders zum Ende seiner Rede wurde es persönlich und still.

Haakon spricht beim Stiftungsjubiläum über Mette-Marit

Anlass des Empfangs am 11. Juni war das 25-jährige Bestehen des „Kronprinsparets fonds“. Rund 200 Gäste waren dazu geladen. Kronprinz Haakon überbrachte zunächst eine Nachricht seiner Ehefrau und erklärte, dass sie den Tag trotz ihrer Abwesenheit mitverfolge. „Ich überbringe Grüße von der Kronprinzessin. Sie wäre gerne dabei gewesen. Da es ihr schlecht geht, schafft sie es heute nicht, aber sie ist genauso Teil davon wie ich und ihr alle, also verfolgt sie das Geschehen heute mit“, sagte Haakon laut Norsk rikskringkasting. Für diese Worte erhielt er Applaus von den Anwesenden.

So entstand die Stiftung vor der Hochzeit 2001

In seiner Rede erinnerte Haakon auch an die Anfänge der Stiftung. Die Idee entstand kurz vor der Hochzeit mit Mette-Marit im Jahr 2001, als das Paar über mögliche Wünsche zur Trauung sprach. „An einem strahlend warmen Junitag im Jahr 2001 saßen die Kronprinzessin und ich im Auto auf dem Weg nach Sørlandet“, sagte Haakon. Statt klassischer Geschenke baten beide damals das norwegische Volk und die Regierung um finanzielle Unterstützung für ein neues Projekt. So sollte das Startkapital für ihre Stiftung zusammenkommen, die sich bis heute für Jugendliche einsetzt.

Mehr als 4,5 Millionen Kronen für Jugendliche

Der Plan fand großen Zuspruch. Nach Angaben des Kronprinzen kamen 4.503.436 norwegische Kronen zusammen, umgerechnet rund 410.000 Euro. Mit diesem Geld konnte die Stiftung ihre Arbeit aufnehmen. Im Mittelpunkt stehen seitdem Projekte für und mit jungen Menschen. Haakon erklärte auch, warum ihm dieses Engagement so wichtig ist. Er und Mette-Marit wüssten aus eigener Erfahrung, wie verletzlich die Jugendzeit sein könne und wie entscheidend es sei, gesehen zu werden und Hilfe zu bekommen. Gerade deshalb ist die Stiftung für das Paar bis heute ein Herzensprojekt.

Haakon wird zum Ende seiner Rede sehr persönlich

Zum Schluss sprach der Kronprinz noch einmal direkt über die aktuelle Lage seiner Frau. Seine Worte machten deutlich, wie schwer ihn die Situation belastet. „Jetzt, da die Kronprinzessin schwer erkrankt ist, ist es sowohl schön als auch wehmütig, an diesen Tag zurückzudenken, und ich wünschte, sie könnte hier bei uns sein“, so Haakon laut Norsk rikskringkasting. Gleichzeitig betonte er, wie stolz er und Mette-Marit auf das Erreichte seien. Die Stiftung habe in all den Jahren viel bewirkt, auch dank der Unterstützung vieler Wegbegleiter und der Jugendlichen selbst.