Bei Mahlzeiten im Königshaus gelten feste Regeln, die weit über gute Manieren hinausgehen. Warum Schalentiere, Knoblauch und Foie gras tabu sind und welche Etikette bei Tee, Besteck und Dinner gilt: Das sind die skurrilen Essensregeln der Royals.
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Im britischen Königshaus endet Etikette nicht an der Tür des Speisesaals. Auch bei Tisch gelten klare Vorgaben, an die sich Familienmitglieder und Gäste halten sollen. Manche Regeln wirken klassisch, andere fast kurios. So geht es nicht nur um Kleidung, Besteck oder Servietten, sondern auch um bestimmte Speisen, die gar nicht erst auf den Tisch kommen.
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Gerade bei offiziellen Terminen spielt dabei eine große Rolle, dass alles reibungslos abläuft und peinliche Momente vermieden werden. Selbst kleine Gesten wie das Umrühren von Tee folgen einem festen Muster. Das sind die skurrilsten Essensregeln der Royals.
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Zu den bekanntesten Vorgaben gehört der Verzicht auf Schalentiere. Der Grund ist gesundheitlicher Natur: Das Risiko einer Lebensmittelvergiftung soll bei eng getakteten Terminen möglichst gering bleiben. Auch Knoblauch war unter Königin Elisabeth II. im Palast unerwünscht. Ehemalige Köche berichteten zudem, dass nur sehr sparsam mit Zwiebeln gearbeitet wurde.
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Eine weitere klare Linie zeigte sich bei Foie gras (Stopfleber bzw. Gänse- oder Enten-Fettleber). Das Gericht galt wegen der Herstellung als problematisch, weshalb Charles seinen Küchen untersagte, es einzukaufen. Hinter diesen Verboten stehen also nicht nur Vorlieben, sondern auch Rücksicht auf Gesundheit und Tierwohl.
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Besonders ungewöhnlich ist eine Weihnachtssitte der Royals: Vor und nach dem Festmahl wird das Gewicht kontrolliert. Die Tradition geht auf Edward VII. zurück und sollte zeigen, ob die Gäste das Essen wirklich genossen haben. Wer nach dem Dinner etwas mehr wog, hatte damit praktisch bewiesen, dass ordentlich aufgetischt worden war.
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Weniger skurril, aber ebenso streng, ist die Kleiderordnung. Selbst zum Abendessen wird sich fein gemacht, teils mit festlichen Roben und edlem Porzellan auf dem Tisch. Ehemaliger Hofkoch Darren McGrady beschrieb diese Atmosphäre laut „Marie Claire“ als ein Dinner wie aus „Downton Abbey“.
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Nicht nur das Menü, auch jedes Geräusch am Tisch zählt. Kratzendes Besteck auf fast leeren Tellern gilt als unerwünscht, selbst wenn ein kleines Missgeschick noch verziehen wird. Ebenso genau ist der Umgang mit Glas und Serviette geregelt. Wer trinkt, soll möglichst immer dieselbe Stelle am Glas nutzen, damit keine sichtbaren Lippenstiftspuren rundherum entstehen.
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Die Serviette wird kurz nach dem Hinsetzen auf den Schoß gelegt, bei größeren Modellen ordentlich gefaltet. Am Ende des Essens landet sie nicht achtlos auf dem Tisch, sondern sauber links neben dem Gedeck. Gerade diese Details zeigen, wie stark Form und Disziplin den Ablauf prägen.
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Auch beim Nachmittagstee gibt es klare Vorgaben. Die Teetasse wird nicht mit abgespreiztem kleinen Finger gehalten, sondern kontrolliert am Henkel geführt. Dazu kommt eine stille Technik beim Umrühren: Der Löffel soll nicht kreisen, damit nichts überschwappt und kein Klirren am Tassenrand entsteht.
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Besonders wichtig wird Etikette, wenn der Monarch selbst am Tisch sitzt. Dann richtet sich der gesamte Ablauf nach seinem Tempo. „Wenn man mit Ihrer Majestät speist, sollte niemand beginnen, bevor sie zu essen beginnt“, sagte William Hanson laut „Daily Express“. Ebenso endet das Essen für alle, sobald der Monarch sein Besteck in die Schlussposition legt.
Bei Mahlzeiten im Königshaus gelten feste Regeln, die weit über gute Manieren hinausgehen. Warum Schalentiere, Knoblauch und Foie gras tabu sind und welche Etikette bei Tee, Besteck und Dinner gilt: Das sind die skurrilen Essensregeln der Royals.