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30. Oktober 2017 - 18:02 Uhr / Batari-Aisyah Tamara

In Kooperation mit der Marke „Dreamies“

Michael Michalsky im Interview: Über Rente, Freundschaft und Karl Lagerfeld

Spätestens seit seiner Teilnahme bei GNTM als Juror ist Designer Michael Michalsky auch fernab der Modewelt bekannt. Seine Fans schätzen seine humorvolle und gleichzeitig liebenswürdige Art, denn trotz seines großen Erfolgs ist der Wahl-Berliner total auf dem Boden geblieben. „Promipool“ traf Michael Michalsky in Berlin zum Interview, wo er sein neu designtes Katzenshirt vorstellt und ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert.

In Berlin lud Michael Michalsky (50) in sein Creative-Loft in Kreuzberg ein, um sein neusten Coup vorzustellen. In Kooperation mit der Marke „Dreamies“ hat der Designer ein neues Shirt designt, das streng limitiert ist und nicht im Handel erhältlich sein wird. Über die Kooperation erzählt der Designer im Gespräch mit „Promipool“:

„Ich stehe schon seit längerem mit der Marke ‚Dreamies‘ und seinem Produkt ‚Dreamies Deli-Catz“ in Verbindung. Ich bin ein großer Tierliebhaber und mit Tieren, unter anderem auch mit Katzen, aufgewachsen. Als ich dann den ‚Dreamies‘-Commercial, welche die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Katze und Küken erzählt, gesehen habe, wusste ich, dass eine Kooperation passt. Hinzu kam der Reiz, ein T-Shirt zu kreieren, was man nicht kaufen kann. Da das Shirt eine limited Edition ist, kann man es nur gewinnen.“

Auf die Frage, an wem Michael sein Shirt gerne sehen würde, muss er selbst etwas nachdenken: „Das ist wirklich eine gute Frage. Ich glaube, ein T-Shirt würde ich Madonna schenken und eins Diana Ross.“

Michael Michalsky: „Ich bin ein globaler Nomade“

Als erfolgreicher Designer und beliebtes TV-Gesicht jettet Michael Michalsky von einem Termin zum nächsten. Trotzdem ist ihm das Pflegen seiner Freundschaften sehr wichtig. „Reisen gehört zu meinem Alltag. Ich bin ein globaler Nomade. Das war ich schon vor meinem Job. Durch ihre internationalen Berufe wohnen auch viele meiner Freunde auf der ganzen Welt verteilt. Aber durch die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ist es kein Problem, den Kontakt zu halten. Vor 20 Jahren war das noch anders.“

Besonders wichtig in einer Freundschaft sei ihm Ehrlichkeit, denn trotz seines Status' möchte er nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, so der Designer: „Ich habe einen tollen Freundeskreis. Die Meisten kenne ich noch aus der Zeit, als ich bei Adidas gearbeitet habe. Diese Freunde haben mich auf meinem ganzen Weg begleitet. Die kennen meinen Werdegang und haben demnach auch keine falsche Scheu mir gegenüber, nur weil ich in der Öffentlichkeit stehe. Die sagen mir ihre Meinung und das macht wahre Freundschaft aus.“

Mode-Rente? Für Michael Michalsky ein Fremdwort

Beruflich hat Michael Michalsky bereits einiges erreicht, doch er freut sich, auf das was noch kommt: „Natürlich habe ich noch Ziele. Ich bin niemand, der in der Vergangenheit lebt, ich lebe in der Gegenwart und freue mich auf die Zukunft. Eine klassische Bucketlist habe ich nicht!“

Auch an Pension und sich zurückziehen möchte Michael noch lange nicht denken, denn er will es seinem großen Idol gleichtun, wie er erklärt: „Wenn man sich mein großes Vorbild Karl Lagerfeld anschaut, dann gibt es scheinbar keine Mode-Rente. Ich möchte noch viele Jahre oder sogar Jahrzehnte designen. Wenn man Karl als Beispiel nimmt, wären das für mich noch mindestens 34 Jahre als Designer. Das wären 68 Saisons und noch viele hundert Kollektionen. Ich habe das große Glück, dass ich meinen Traum lebe. Ich wollte schon als kleiner Junge Designer werden. Als ich dann mit 14 Jahren einen Artikel über Karl Lagerfeld gelesen habe, wurde mir klar: Mode kann also auch ein Beruf sein. Mein Beruf macht es mir möglich, mich jeden Tag kreativ auszuleben. Ich bleibe Designer so lange ich denken kann.“

Obwohl für Michael schon früh feststand, Designer zu werden, hatte er übrigens auch einen Backup-Plan, wie er am Schluss berichtet: „Wenn ich nicht Designer geworden wäre, dann wäre ich jetzt Architekt. Deswegen interessiere ich mich auch sehr für Interieur. Ich hatte damals schon einen Studienplatz als Architekt, wurde dann aber beim London College of Fashion angenommen. Das Architektenstudium war nur ein Backup-Plan.“