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3. Oktober 2017 - 11:39 Uhr / Anita Lienerth

„Star Wars“-Legende starb an ihrer Drogensucht

Carrie Fisher: Ihr lebenslanger Kampf gegen die Drogen

Carrie Fisher wurde durch die „Star Wars“-Filme zu einem weltweiten Mega-Star. Mit dem Ruhm konnte die Schauspielerin jedoch nur schwer umgehen. Sie stürzte sich in eine Drogensucht, die sie bis zu ihrem frühen Tod nicht überwinden konnte.

Carrie Fisher (†60) wurde in eine berühmte Familie hineingeboren: Ihre Mutter war Schauspielerin Debbie Reynolds (†84), ihr Vater der Sänger Eddie Fisher (†82). Dieser verließ die Familie und heiratete Elizabeth Taylor, als Carrie Fisher gerade einmal zwei Jahre alt war. Ihre Drogenprobleme begannen bereits im frühen Alter. Mit gerade einmal 13 Jahren rauchte die Schauspielerin ihren ersten Joint – gemeinsam mit ihrer Mutter Debbie Reynolds, wie Fisher im Interview mit „Marie Claire“ zugab.

High während „Star Wars“-Dreharbeiten

1975 ergatterte Carrie Fisher ihren ersten Filmauftritt in „Shampoo“. 1977 folgte letztendlich der große Durchbruch! Im Alter von 21 Jahren wurde sie als „Prinzessin Leia“ in der „Star Wars“-Trilogie weltberühmt. Was viele nicht wissen: Schon damals ist die Schauspielerin den Drogen verfallen. Gegenüber der australischen Nachrichtenagentur AAP beichtete Fisher: „Bei den Dreharbeiten zu ,Das Imperium schlägt zurück' haben wir am Set Kokain genommen. Dabei mochte ich Koks nicht einmal besonders, es war nur eine Möglichkeit, high zu werden.“

Mit 24 erhält sie die Diagnose bipolare Störung

Carrie Fisher raucht Marihuana und nimmt Schmerzmittel, leidet immer mehr unter psychischen Problemen. Letztendlich bekam sie mit 24 Jahren die Diagnose bipolare Störung, wodurch sie die Kontrolle über ihr Leben verlor. Erst später wurde bekannt, dass Carrie Fisher 1985 beinah eine Überdosis zu sich nahm und sich selbst für 30 Tage in eine Entzugsklinik einwies. Carrie bekommt ihre Probleme langsam in den Griff, doch der nächste Absturz folgt 1994, als Ehemann Bryan Lourd (56) Carrie und Tochter Billie Lourd (25) verlässt – wegen eines Mannes. Dadurch wurden ihre bipolaren Störungen wieder verstärkt, die Probleme nahmen einen neuen Lauf. 2005 kam es schließlich zum absoluten Tiefpunkt: Während einer Party starb Politiker R. Gregory Steven an einer Überdosis in Carrie Fishers Haus, wie die „New York Times“ berichtet.

Carrie Fisher hatte bei ihrem Tod harte Drogen im Blut

In den vergangenen Jahren sah es so aus, als hätte die „Star Wars“-Legende ihr Leben wieder im Griff. Sie kehrte 2015 als „Prinzessin Leia“ auf die Kinoleinwände zurück und begeisterte damit die Fans. Am 27. Dezember 2016 kam jedoch der große Schock: Carrie Fisher verstarb im Alter von 60 Jahren, nachdem sie vier Tage zuvor einen Herzstillstand erlitten hatte. Die genaue Todesursache war lange nicht bekannt. Erst ein Gutachten, das Mitte Juni 2017 von der Coroner in Los Angeles veröffentlicht wurde, machte deutlich: Carrie Fisher hatte mehrere Drogen im Blut, darunter Kokain, Heroin und Ecstasy. „Prinzessin Leia“ hat ihren langen Kampf gegen die Drogen im Dezember 2016 verloren.