Seit 2019 wird die Kriminalfilmreihe „Der Irland-Krimi“ an verschiedenen Orten an der Ostküste Irlands gedreht. Im Mittelpunkt steht Schauspielerin Désirée Nosbusch als deutschstämmige Polizeipsychologin Cathrin Blake. Zu den bisherigen Filmen zählen „Die Toten von Glenmore Abbey“, „Mädchenjäger“, „Das Verschwinden“, „Vergebung“, „Familienbande“, „Preis des Schweigens“, „Blackout“, „Mond über Galway“, „Gnadentod“ und „Zerrissene Seelen“.

Galway zeigt Küste, Gassen und Folk-Pubs

Galway gehört zu den wichtigsten Kulissen der Reihe. Die Stadt liegt rund 200 Kilometer von Dublin entfernt in der Provinz Connacht am nordöstlichen Ufer der Galway Bay. Die Bucht am Atlantik prägt das Bild der Region ebenso wie der River Corrib, der aus dem Lough Corrib durch die Stadt fließt und ins Meer mündet. Aus einem kleinen Fischerdorf entwickelte sich Galway zu einer lebendigen Stadt im Westen Irlands. Kopfsteinpflaster, bunte Häuser und kleine Pubs mit Folk-Musik verleihen den Szenen dort eine dichte, eigenständige Stimmung.

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Galway, rund 200 Kilometer von Dublin entfernt, ist ein Drehort der Kriminalfilmreihe „Der Irland-Krimi“.

Dublin prägt die Reihe mit Liffey und Georgianischem Stil

Auch Dublin ist ein zentraler Drehort für die Produktion. Die irische Hauptstadt liegt an der Mündung des Flusses Liffey in die Dublin Bay und wird durch den Fluss in einen nördlichen und einen eher vornehmen südlichen Teil gegliedert. Das Stadtbild der Innenstadt lebt von zahlreichen Brücken, großen Straßen wie O’Connell Street, Grafton Street und Harcourt Street sowie bekannten Orten wie dem Trinity College und St. Stephen’s Green. 

Bray liefert Promenade, Hafen und den Cliff Walk

Der Badeort Bray liegt gut zwanzig Kilometer südlich von Dublin und bringt einen anderen Ton in die Krimireihe. Durch die Stadt mit etwas mehr als 30.000 Einwohnern fließt der Bray River. Besonders markant ist die Promenade mit ihren viktorianischen Häuserfronten, die sich vom Hafen bis zum Bray Head zieht. Der 241 Meter hohe Hügel ist nicht nur landschaftlich prägend, sondern auch Ausgangspunkt des berühmten Cliff Walk. Gerade diese Mischung aus Seebad, Spazierwegen und rauer Küstenlandschaft macht Bray zu einer passenden Kulisse für die oft düsteren Geschichten.

Wicklow verbindet Wikinger-Geschichte mit alten Mauern

Wicklow, südlich von Dublin an der Ostküste gelegen, ergänzt das Bild der Serie um historische Schauplätze. Historiker vermuten, dass die Stadt um 870 von Wikingern gegründet wurde. Der Name soll sich von „Vikinglow“ ableiten, was in etwa „Weide der Wikinger“ bedeutet. In der Umgebung finden sich sogar Monumente aus der Bronzezeit. In der Stadt selbst zählen ein Franziskanerkloster, das Rathaus und das 1702 errichtete Gefängnis Gaol mit Richtplatz zu den markanten Orten. Heute ist das frühere Gefängnis ein Museum, hinzu kommen im Süden mehrere Sandstrände.