Was als gemeinsames Fantreffen in den Originalkulissen in Köln geplant war, bekam plötzlich eine ganz andere Stimmung. Ausgerechnet am Tag des jährlichen Fan-Fests wurde das Ende von „Unter uns“ öffentlich. Viele Besucher reagierten traurig, wütend und fassungslos.

Familien, die die Serie seit Jahren zusammen schauen, reisten trotzdem an und machten klar, wie eng die Daily mit ihrem Alltag verbunden ist. Buttons mit der Aufschrift „Nicht ohne ,Unter uns“ wurden zum sichtbaren Zeichen der Hoffnung, dass die Serie vielleicht doch noch weitergeführt werden kann.

Fanclub-Leiter Sebastian Hiedels organisiert spontanen Protest

Beim Treffen ging es nicht mehr nur um Erinnerungen, Fotos und Kulissen, sondern auch um Widerstand. Fanclub-Leiter Sebastian Hiedels (38) hatte den Tag seit Wochen vorbereitet und musste das neue Thema kurzfristig aufnehmen.

„Ich habe erst vor 48 Stunden davon erfahren. Wir planen den Tag hier seit vielen Monaten. Wir haben das Aus jetzt mit eingebaut – und eine Art Demo daraus gemacht, damit die Serie erhalten bleibt“, sagte Sebastian Hiedels laut Bild. Viele Fans hoffen nun, dass ein anderer Anbieter, beispielsweise ein Streamingdienst, einspringt.

Petra Blossey und Isabell Hertel rufen Fans im Netz zusammen

Auch die Darsteller wollen das Ende nicht einfach hinnehmen. In einer Social-Media-Kampagne meldeten sich mehrere Gesichter der Serie direkt an die Fangemeinde. Petra Blossey (70) machte deutlich: „Das darf nicht das Ende sein“, sagte sie laut Focus.

Isabell Hertel (53) erklärte, RTL habe keine weitere Staffel mehr beauftragt, während Metehan Demiröz (29) die Zuschauer dazu aufrief, ihre Stimme für den Erhalt der Serie zu nutzen. Unter dem Hashtag „Nicht ohne ,Unter uns’“ sammeln sich seitdem Reaktionen, Kommentare und Forderungen nach einer Fortsetzung.

Valea Scalabrino spricht über Abschied nach vielen Jahren in Köln

Für Schauspielerin Valea Scalabrino (36) hat die Entscheidung auch eine sehr persönliche Seite. Sie gehört seit 2010 als Sina Hirschberger zum festen Ensemble und verbindet einen großen Teil ihres Lebens mit dem Standort Köln. „Ich war fast die Hälfte meines Lebens hier in Köln“, sagte Valea Scalabrino laut tvspielfilm.de.

Gleichzeitig beschrieb sie auch eine gewisse Erleichterung, weil die lange Unsicherheit nun vorbei sei. Nach dem Ende der Dreharbeiten will sie zunächst nach Berlin zurückkehren. Angst vor dem nächsten Schritt habe sie nach eigenen Worten nicht.

Produktion endet 2026, Ausstrahlung läuft noch bis 2027

Der Sender plant, die Produktion zum Jahresende 2026 einzustellen, die Ausstrahlung soll noch bis März 2027 weiterlaufen. Damit geht eine der langlebigsten deutschen Daily-Serien ihrem Ende entgegen. Seit dem Start 1994 hat das Format über Jahrzehnte ein treues Publikum aufgebaut.

Gleichzeitig prüft UFA-Chef Sascha Schwingel (54) mögliche Wege, die Marke doch noch fortzuführen. Genau darauf setzen viele Fans in Köln nun ihre Hoffnung. Für sie ist die Serie weit mehr als Unterhaltung, sondern ein fester Teil des Lebens, der nicht einfach verschwinden soll.