Moderator Maik Meuser hat seinen Abschied von RTL angekündigt und steht vor dem nächsten großen Schritt im Fernsehen. Seit 2016 gehörte er zum festen Moderationsteam des Senders, nun wechselt er zur öffentlich-rechtlichen Konkurrenz, wie DWDL berichtet.

Zum Start ins Jahr 2027 übernimmt der 50-Jährige beim WDR als Moderator der „Aktuellen Stunde“. Damit endet seine lange Zeit bei RTL, in der er vor allem in Nachrichtenformaten präsent war. Der Wechsel markiert für Meuser einen neuen Abschnitt vor der Kamera und bringt zugleich Veränderungen in einem etablierten WDR-Team mit sich.

Maik Meuser übernimmt die „Aktuelle Stunde“ ab 2027

Beim WDR soll Meuser künftig eines der bekanntesten Informationsmagazine des Senders moderieren. Die „Aktuelle Stunde“ läuft täglich von Montag bis Sonntag um 18.45 Uhr. Wann er dort zum ersten Mal auf Sendung geht, steht noch nicht fest. Der Sender will den genauen Termin später bekannt geben. Mit dem Wechsel kehrt Meuser auch in ein Umfeld zurück, das stark vom Nachrichtenjournalismus geprägt ist. 

Meuser nannte Journalismus seine zentrale Verantwortung

Zu seinem Wechsel äußerte sich der Moderator selbst mit klaren Worten. „Wir leben in einer Zeit, in der uns täglich eine enorme Menge an Informationen erreicht. Auswählen, überprüfen und einordnen: Darin liegt eine zentrale Verantwortung des Journalismus. Ich freue mich sehr darauf, diese Verantwortung gemeinsam mit dem WDR, der für Qualitätsjournalismus steht, und im Team der ,Aktuellen Stunde‘ zu übernehmen“, so Maik Meuser laut DWDL.

Bei RTL moderierte er in den vergangenen Jahren unter anderem das „Nachtjournal“ sowie „RTL aktuell“ und prägte damit mehrere Nachrichtenstrecken des Senders.

Martin von Mauschwitz bleibt, wird aber seltener eingesetzt

Mit Meusers Einstieg verändert sich auch die Aufgabenverteilung innerhalb des WDR. Martin von Mauschwitz bleibt zwar Moderator, soll in der „Aktuellen Stunde“ aber seltener zu sehen sein. Künftig konzentriert er sich stärker auf „WDR aktuell“. Der 64-Jährige steht seit mehr als 25 Jahren für die „Aktuelle Stunde“ vor der Kamera und gehört damit zu den prägenden Gesichtern des Formats.

WDR-Chefredakteur Stefan Brandenburg bezeichnete Meuser als „erfahrenen Nachrichtenjournalisten“, „klugen und charismatischen Kopf“ und als Bereicherung für das Moderatorenteam, wie DWDL berichtet.

Studium, Deutsche Welle und zwei Bücher

Vor seiner Zeit als Fernsehmoderator studierte Meuser Politologie und Germanistik in Mainz. Dort sammelte er auch erste Erfahrungen beim ZDF sowie bei SWR, Arte und dem HR. 2005 beendete er seine Redakteursausbildung bei der Deutschen Welle.

Neben seiner Arbeit im Fernsehen veröffentlichte er außerdem zwei Bücher. Mit seiner Frau Nicole Kallwies-Meuser schrieb er 2022 „Klima schützen kinderleicht“. Bereits 2017 erschien „Die Mafia in Deutschland – Kronzeugin Maria G. packt aus“, das er gemeinsam mit David Schravon von Correctiv verfasste.