Seit vielen Jahren gehört „In aller Freundschaft“ zu den festen Größen im deutschen Fernsehen. Woche für Woche verfolgen Millionen Zuschauer die Geschichten rund um Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und Patienten in der Sachsenklinik. Die Serie spielt in Leipzig und genau dort liegt auch ihr Drehort.
Wer sich fragt, ob es die Klinik wirklich gibt, bekommt eine klare Antwort: Ja und nein. Das Gebäude existiert tatsächlich, doch bei der Sachsenklinik handelt es sich um eine fiktive Fernsehwelt, die für die Produktion in den Studios des MDR zum Leben erweckt wird.
MDR-Studios in Leipzig sind die Heimat der Serie
Gedreht wird die Krankenhausserie in der media city Leipzig, der Zentrale des MDR an der Alten Messe im Süden der Stadt. Laut „anderswohin.de“ nutzt die Produktion dort die Studios und Gebäudeteile, die im Fernsehen als Sachsenklinik zu sehen sind.
Schon seit dem Start der Serie Ende der 1990er-Jahre ist Leipzig damit eng mit der Handlung verbunden. Bis in die frühen 2000er-Jahre entstanden die Folgen zunächst in einer ehemaligen Messehalle auf dem Alten Messegelände, bevor die Dreharbeiten an den heutigen Standort wechselten.
Der Säulengang zeigt den Eingang der Sachsenklinik
Besonders spannend für Fans ist der Blick auf das Hauptgebäude der media city Leipzig. Der rechte Teil des Komplexes dient in der Serie als Außenansicht der Sachsenklinik. Dort befindet sich auch der markante Säulengang, den viele aus zahlreichen Szenen sofort wiedererkennen. Genau dieser Bereich ist als Klinikeingang im Fernsehen zu sehen.
Die Straße vor dem Gebäude ist öffentlich zugänglich, gegenüber liegt ein großer Parkplatz des MDR. So lässt sich der Weg zum Eingang tatsächlich nachgehen, den auch die Figuren der Serie immer wieder entlanglaufen.
Empfang und Studiobereich sind nur eingeschränkt sichtbar
Wer den Drehort besucht, kann sogar durch die Glastür einen Blick in den Eingangsbereich mit dem Empfangstresen werfen. Der Eindruck einer echten Klinik entsteht dadurch besonders glaubwürdig. Jedoch wird montags bis freitags gedreht, weshalb Besucher bei Führungen nicht direkt in die Studios gelangen.
Stattdessen führt der Rundgang um die Produktionsbereiche herum. Durch offen stehende Türen ist der laufende Betrieb manchmal kurz zu sehen, auch wenn sich dabei meist nur kleine Einblicke ergeben und keine vollständigen Sets offenliegen.
Fotoausstellung und Filmkulissen liegen hinter den Türen
Hinter den Studiotüren verbirgt sich die eigentliche Fernsehwelt der Serie. Dort liegen die Klinikräume, die Wohnungen der Figuren, die Cafeteria und auch ein Innenhof, der ebenfalls immer wieder in Szenen auftaucht. Im Gang vor dem Studio gibt es zudem eine Fotoausstellung zur Produktion, die für Besucher einen zusätzlichen Einblick in die lange Geschichte der ARD-Serie bietet.
Gerade diese Mischung aus realem Gebäude und gebauten Innenräumen macht den Reiz des Drehorts aus: Die Sachsenklinik ist keine echte Klinik im medizinischen Sinn, aber als Serienkulisse sehr wohl ein realer Ort.
