Auch nach seinem Ausstieg als Profitänzer verfolgt „Let's Dance“-Star Christian Polanc die Show weiterhin sehr genau. Nach der sechsten Ausgabe äußerte sich der 47-Jährige nun kritisch zu mehreren Jurywertungen und legte offen, wo er deutliche Unterschiede zu den vergebenen Punkten sieht.
Vor allem auffällig: Selbst starke Favoriten des Abends kamen bei ihm nicht ohne Einwände davon. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf die Leistungen der Promis, sondern auch auf die Frage, wie streng die Auftritte tatsächlich bewertet werden sollten.
Christian Polanc sieht Joel Mattli nicht bei Bestwertung
Besonders genau schaute Christian Polanc auf den Cha-Cha-Cha von „Ninja Warrior“-Athlet Joel Mattli. Zwar erkannte der frühere Tanzprofi positive Elemente im Auftritt, doch für eine Höchstwertung reichte es aus seiner Sicht nicht.
„In den Soloteilen wirkte er manchmal ein bisschen ulkig“, so Christian Polanc gegenüber „RND“. Außerdem sprach er von starken Momenten, sah aber ebenso einige schwächere Passagen. Die volle Punktzahl, die Joachim Llambi für den Tanz vergab, hätte er deshalb nicht vergeben. Sein eigenes Urteil fiel deutlich zurückhaltender aus.
Anna-Carina Woitschack überzeugt, doch etwas fehlt
Auch Sängerin Anna-Carina Woitschack musste sich in seiner Analyse einer differenzierten Bewertung stellen. Ihr Tango wurde von der Jury im Einzel- und Gruppentanz mit Bestnoten bedacht, doch Christian Polanc setzte einen anderen Schwerpunkt.
Er lobte die anspruchsvolle Choreografie und bezeichnete den Auftritt als „wirklich ganz toll gemacht". Trotzdem fehlte ihm nach eigener Einschätzung das letzte Quäntchen Geschmeidigkeit. Gerade bei einem Tanz, der Präzision und Eleganz verlangt, sei dieser Punkt für ihn entscheidend, wenn es um die höchste mögliche Wertung geht.
Jan Kittmann wirkte für Polanc stellenweise holzig
Kritisch fiel auch sein Blick auf Schauspieler Jan Kittmann aus. Dessen Choreografie empfand Christian Polanc als zu vollgepackt, wodurch aus seiner Sicht zu wenig Raum für freie und natürliche Momente blieb. Genau das habe dazu geführt, dass Jan Kittmann stellenweise „holzig“ gewirkt habe.
Diskussion um Juryurteile nach der sechsten Show
Im Zentrum der Debatte steht damit weniger ein einzelner Tanz als die grundsätzliche Linie der Jury. Gerade bei Jan Kittmann und Profitänzerin Kathrin Menzinger fiel enigen Zuschauern auf, dass eine gewisse Asynchronität im Auftritt bei der Jury offenbar kaum ins Gewicht gefallen ist.
Christian Polanc macht mit seiner Einschätzung deutlich, dass technische Feinheiten für ihn stärker zählen als reine Wirkung im Studio. Für Fans der RTL-Show liefert das reichlich Stoff für Diskussionen rund um Leistung, Anspruch und Gerechtigkeit.