Nach monatelanger Pause ist „Gefragt – Gejagt“ seit dem 18. Mai wieder im ARD-Vorabend zu sehen. Täglich um 18 Uhr übernimmt die Quizshow den Sendeplatz von „Wer weiß denn sowas?“. Eigentlich galt das Format lange als verlässlicher Publikumsliebling, doch die neuen Folgen lösen bei vielen Stammzuschauern Frust aus. Auf Social Media häufen sich kritische Kommentare.
Alexander Bommes und die Jäger-Vorstellung im Fokus
Dabei geht es nicht nur um kleine Details, sondern um den Gesamteindruck der Sendung, der für manche Fans deutlich an Charme verloren hat. Besonders oft wird die veränderte Vorstellung der Jäger kritisiert. Statt der früheren lockeren Einspieler mit Fun Facts und kleinen Sprüchen werden die Quizprofis nun offenbar nur noch knapp mit Namen angekündigt.
Genau dieser Teil gehörte für viele zum festen Ritual der Sendung. Eine Zuschauerin schrieb dazu auf Instagram: „Das ist schade, fand die Jägervorstellung auch immer sehr nett. Fehlt was.“ Andere Reaktionen fallen noch schärfer aus. Auch Moderator Alexander Bommes (50) gerät dabei stärker in den Mittelpunkt der Debatte als sonst.
Fans kritisieren sterile Stimmung der neuen Folgen
Neben dem gekürzten Ablauf stören sich viele an der Atmosphäre der aktuellen Ausgaben. In den Kommentaren ist mehrfach zu lesen, die Staffel wirke „formatiert“ und „steril“.
Ein Nutzer fasste seinen Eindruck besonders hart zusammen: „Gute Laune scheint wirklich komplett futsch zu sein. Erst das Publikum weg und jetzt auch noch die gute Laune.“
Auch dass das Publikum in der Auftaktfolge nicht ausdrücklich zur neuen Staffel begrüßt wurde, sorgte online für Irritationen. Für eingefleischte Zuschauer fehlt damit ein weiterer vertrauter Bestandteil.
Kritik an Alexander Bommes wird persönlicher
Ein Teil der Reaktionen richtet sich direkt gegen den Moderator. Einige Fans empfinden den Umgang von Alexander Bommes mit den Kandidatinnen und Kandidaten als zu ruppig. In den sozialen Netzwerken wird seine Art deshalb ungewöhnlich deutlich kommentiert.
Dort heißt es etwa, er wirke aggressiver als früher und nehme der Sendung damit zusätzliche Leichtigkeit. Gerade bei einem Vorabendformat erwarten viele offenbar eine freundlichere, lockerere Tonlage. Diese Kritik vermischt sich mit dem Ärger über die gestrichenen Jäger-Momente.
Radio-Woche und Quoten zeigen ein gemischtes Bild
Für weiteren Unmut sorgt die angekündigte Radiowoche, in der Moderatorinnen und Moderatoren aus ganz Deutschland gegeneinander antreten. In den Kommentaren bezeichnen manche Zuschauer dieses Special sogar als die langweiligste Woche des Jahres.
Trotz der vielen negativen Stimmen im Netz zeigt sich bei den Quoten bislang jedoch kein Einbruch. Der Staffelauftakt erreichte im Schnitt 2,25 Millionen Menschen und einen Marktanteil von 17,6 Prozent. Die Diskussion um das Event zeigt damit vor allem eines: Online-Frust und tatsächlicher Fernseherfolg müssen nicht automatisch dasselbe bedeuten.