Die ZDF/ORF-Reihe „Die Toten vom Bodensee“ hat in den vergangenen Jahren zwei markante Ermittlerinnen verloren – und jedes Mal wurde der Abschied direkt in die Handlung eingewoben. Zuerst verschwand Hannah Zeiler, später folgte ihre Nachfolgerin Luisa Hoffmann. Beide Figuren prägten an der Seite von Ermittler Micha Oberländer das besondere Spannungsverhältnis der Krimis rund um den Bodensee.
Während die Fälle immer düsterer wurden, trafen die Schauspielerinnen Nora Waldstätten und Alina Fritsch jeweils eine klare berufliche Entscheidung – und die Drehbücher reagierten mit drastischen Wendungen.
Nora Waldstätten beendet nach neun Jahren ihre Rolle als Hannah Zeiler
Schauspielerin Nora Waldstätten prägte über Jahre die Rolle der introvertierten Ermittlerin Hannah Zeiler. Zuletzt war sie in der Folge „Unter Wölfen“ zu sehen, die am 7. November 2022 im ZDF lief. Am Ende des Films kündigt Zeiler nach einer Trennung von ihrem Freund an: „Ich fahr' ein paar Tage in die Berge.“ Ein vielsagender Blick folgt – und aus diesem Kurzurlaub kehrt sie nie zurück.
Erst in der Episode „Nemesis“ wird klar, dass Zeiler bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Damit fand die Figur ein abruptes, aber konsequent erzähltes Ende, das den Weg für eine neue Kollegin an Oberländers Seite freimachte.
„Zeit für eine Veränderung“: Waldstätten erklärt ihren Serienausstieg
Parallel zur dramatischen Wendung im Drehbuch erklärte Nora Waldstätten ihren Ausstieg persönlich. Auf Instagram schrieb die Schauspielerin damals: „Nach neun spannenden und erfolgreichen Jahren 'Die Toten vom Bodensee' habe ich mich entschieden, die Krimireihe zu verlassen, weil es für mich einfach Zeit für eine Veränderung war. So entsteht auch wieder Raum für neue Projekte, auf die ich mich sehr freue.“
Damit machte sie deutlich, dass hinter dem Serientod ihrer Figur eine bewusste berufliche Neuorientierung steht. Für die Fans bedeutete das zwar einen schmerzhaften Verlust, zugleich aber auch die Chance, eine neue Ermittlerin kennenzulernen, die frische Dynamik in das Team bringt.
Alina Fritsch als Luisa Hoffmann: Einstieg und emotionales Finale
Mit Alina Fritsch rückte eine neue Ermittlerin ins Zentrum: Die 35-jährige Schauspielerin verkörperte Abteilungsinspektorin Luisa Hoffmann in insgesamt sechs Filmen. Ihr Abschied wird in „Die Toten vom Bodensee – Die Medusa“ erzählt.
Das ZDF bestätigte damals gegenüber Promipool: „In dem Fernsehfilm 'Die Toten vom Bodensee – Die Medusa' wird die Hintergrundgeschichte um Luisa Hoffmann in einem Thriller zu Ende erzählt. Alina Fritsch wird die ZDF/ORF-Krimireihe verlassen und sich beruflich neuen Aufgaben widmen.“
Der Fall war für Hoffmann nicht nur ein weiterer Einsatz, sondern berührte direkt ihre Vergangenheit und ihre Tochter – ein Finale, das ihre Figur mit großer emotionaler Wucht abrundete.
Anna Werner Friedmann startet als Mara Eisler durch
Mit dem Abschied von Alina Fritsch entstand Raum für eine neue Ermittlerin: Schauspielerin Anna Werner Friedmann übernimmt als Kriminalinspektorin Mara Eisler. Ihren ersten Auftritt hat sie in der Folge „Der Wunschbaum“, die Ende Oktober erstmals gezeigt wurde. Noch vor ihrem offiziellen Dienstbeginn stolpert Eisler beim Joggen am Bodenseeufer in einen Mordfall: Am regional bekannten Wunschbaum entdeckt sie die vergiftete Rebecca Jauer.
Friedmann beschrieb ihre Rolle im ZDF-Interview so: „Mara Eisler überrascht mich immer wieder … das macht sie für mich ungeheuer aufregend.“ Matthias Koeberlin sieht in ihr eine „willkommene Verstärkung“ – mit klarem Blick, aber anderer Perspektive, was für Reibung und neues Konfliktpotenzial sorgt.