Nach dem großen Erfolg von „Die Dornenvögel“ übernahm Bryan Brown die Hauptrolle Rollie Tyler im Thriller „F/X – Tödliche Tricks“ (1986) und in der Fortsetzung „F/X 2- Tödliche Illusion“ (1991).
Daraufhin konnte er Rollen in Filmen wie „Cocktail“ (1988) mit Tom Cruise und „Gorillas im Nebel“ (1988) mit Sigourney Weaver ergattern. Nach den erfolgreichen Achtzigern startete Brown mit Streifen wie „Der perfekte Mord“ (1991) in das neue Jahrzehnt. Weitere große Erfolge blieben danach jedoch aus.
Bryan Brown heute: Immer noch aktiver Schauspieler
Im Jahr 2000 überzeugte der Australier dann allerdings wieder die Kritiker mit seiner Leistung im Thriller „Risk“, für die er für den „Film Critics Circle of Australia“ nominiert wurde.
In den 2000ern war Bryan Brown außerdem in bekannten Kino-Filmen wie „…und dann kam Polly“ (2004) und „Australia“ (2008) zu sehen sowie in Nebenrollen in Serien wie „The Good Wife“ (2012). Zuletzt drehte der 78-Jährige diverse Serien wie „Bloom“, „Darby and Joan“, „C*A*U*G*H*T“. Zuletzt stand er 2025 für „The Travellers“ vor der Kamera.
„Luke“ ist übrigens im echten Leben mit seiner Serien-Partnerin aus „Die Dornenvögel“, Rachel Ward alias „Meggie“ verheiratet, und hat mit ihr zwei Töchter und einen Sohn.
Vom Schauspieler zum erfolgreichen Autor
Der Schauspieler hat sich zudem auch einen Namen als Autor gemacht und brachte schon mehrere Krimi-Romane heraus. Sein letztes Buch „The Hidden“ erschien 2025. Geschichten spielten in Bryan Browns Leben schon immer eine große Rolle - seit er ein Kind war.
Geboren 1947 in Panania im Südwesten Sydneys, wuchs Brown mit seiner Schwester bei Mutter Molly auf, die als Putzkraft arbeitete. Sein Vater verließ die Familie, als Brown noch ein Kleinkind war; später sah er ihn nur wenige Male wieder. Als Junge erfand er die Geschichte, der Vater sei im Krieg gefallen.
„Ich wollte nicht sagen, dass ich einen Vater habe, der nie zu Hause ist“, erinnerte er sich im Inteview mit „The Guardian“. Erst Jahre später musste er einem alten Freund gestehen, dass diese Version nie gestimmt hatte. Heute erkennt Brown darin den frühen Drang zum Erzählen – und die Fähigkeit, aus Scham und Verlust komplexe Figuren zu formen.
Vom Versicherungsangestellten zum internationalen Charakterdarsteller
Mit 20 arbeitete Brown bei einer Versicherung bis ihn ein Bühnenauftritt bei einer Firmenfeier zum Amateurtheater brachte. In den 1970ern spielte er am Londoner National Theatre, bevor ihn eine neue Welle australischer Stimmen – etwa Regisseur Bruce Beresford – zurück in die Heimat lockte.
Jahrzehnte später drehten beide erneut zusammen den Film „The Travellers“, während Browns erster Roman „The Drowning“ bereits von einer Produktionsfirma optioniert wurde. Am Drehbuch will er sich bewusst nicht beteiligen: „Ich werde nicht derjenige sein, der anderen auf die Nerven geht“, so Brown laut „The Guardian“.
