Krimi-Fans mussten am Sonntagabend umplanen: In der ARD fiel der geplante „Tatort“ kurzfristig aus. Grund war die laufende Berichterstattung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die am Abend länger als zunächst vorgesehen fortgesetzt wurde. Eigentlich sollte die Wiederholung „Das Ende der Nacht“ aus Saarbrücken nur etwas später beginnen.

Gunnar Breske kündigt das Aus im Ersten live an

Stattdessen blieb die ARD bei der Sondersendung aus Magdeburg. Auch andere Sender passten ihre Abläufe an. Im MDR wurde das Abendprogramm ebenfalls geändert, im ZDF verschob sich ein Filmstart. Die Änderung wurde noch am Abend im Ersten mitgeteilt.

„Gerade, weil eben so viel Bewegung noch in diesem Wahlabend ist“ und es sich um einen historischen Wahlabend handele, werde es in der ARD am Abend keinen „Tatort“ geben, sagte Moderator Gunnar Breske (46) in der ARD. „Wir werden also weiter hier aus Magdeburg für Sie berichten.“

Damit war klar: Die ursprünglich vorgesehene Ausstrahlung wurde nicht nur verschoben, sondern komplett aus dem Abendprogramm genommen. Die ARD setzte stattdessen ihre laufende Wahlberichterstattung ohne Rückkehr zum regulären Sonntagskrimi fort.

Geplant war zunächst nur ein Start um 20.20 Uhr

Vor der kurzfristigen Streichung war eine deutlich kleinere Änderung vorgesehen. Wie t-online berichtet, sollte „Tatort: Das Ende der Nacht“ statt um 20.15 Uhr erst um 20.20 Uhr starten. Es handelte sich um die letzte Wiederholung in der Sommerpause der Krimireihe.

Auch das ZDF plante zunächst nur eine Verschiebung um fünf Minuten. Dort rückte der neue Rosamunde-Pilcher-Film „Die Glücksbringerin“ ebenfalls auf 20.20 Uhr. Während das ZDF danach zum regulären Abendprogramm zurückkehrte, blieb das Erste bei der Sondersendung.

MDR ersetzt „Sagenhaft - Rund um den Brocken“

Nicht nur die ARD-Hauptausgabe war betroffen. Auch im MDR wurde das geplante Abendprogramm geändert. Dort sollte ursprünglich „Sagenhaft - Rund um den Brocken“ laufen. Stattdessen wurde auch dort weiter über den Wahlabend berichtet.

Die Programmänderungen betrafen damit mehrere öffentlich-rechtliche Sender gleichzeitig. Im Mittelpunkt stand aber vor allem der ausgefallene Sonntagskrimi im Ersten, weil dort zunächst noch mit einer kurzen Verzögerung gerechnet worden war. Erst später fiel die Entscheidung, die Wiederholung ganz zu streichen.

ZDF hält am Film fest, die ARD nicht

Im ZDF lief „Die Glücksbringerin“ trotz Verschiebung noch am selben Abend an. In der ARD blieb es dagegen bei der Sonderberichterstattung. Laut Focus wurde das Aus des Krimis spontan in der „Tagesschau“ bekanntgegeben. Gezeigt werden sollte eigentlich der Saarbrücker Fall „Das Ende der Nacht“ aus dem Jahr 2025.

Für Zuschauer bedeutete das am Ende zwei unterschiedliche Folgen der Wahlberichterstattung: Im ZDF nur ein späterer Beginn des Filmabends, in der ARD der komplette Verzicht auf den „Tatort“ am Sonntag.