Mit der Eröffnungszeremonie am Sonntagabend ist in Wien die Woche zum Eurovision Song Contest 2026 gestartet. Auf dem Türkisen Teppich zwischen Burgtheater und Rathaus zeigten sich die 35 Acts des Wettbewerbs der internationalen Presse in alphabetischer Reihenfolge. Für Deutschland trat Sängerin Sarah Engels an und setzte dabei auf einen Auftritt, der eng mit ihrem Beitrag „Fire“ verbunden war. Die 33-Jährige erschien in einer trägerlosen, dunkelroten Robe im Meerjungfrau-Schnitt mit ausladender Schleppe und griff damit die Bildsprache ihres Songs sichtbar auf.
Sarah Engels trägt dunkelrote Robe für Wien
Das Kleid stammt von der Berliner Designerin Jasmin Erbas. Laut Bild war der Entwurf von der Ästhetik des Feuers inspiriert und damit direkt auf Sarah Engels’ ESC-Song abgestimmt. Gefertigt wurde das Korsagenkleid aus tiefrotem Organza. Zahlreiche feine, eingearbeitete Stäbe sorgten für Struktur und eine fließende Form. Auch der Aufwand hinter der Robe war beachtlich: Rund 300 Arbeitsstunden sollen in das Stück geflossen sein. Dazu kombinierte Engels eine Hochsteckfrisur mit Wasserwelle, dezente Ohrringe und etwa zehn Zentimeter hohe High Heels.
Sarah Engels orientierte sich an Katniss Everdeen
Die Idee für das Kleid kam von Sarah Engels selbst. Als Vorlage diente ihr das Flammenkleid der Filmfigur Katniss Everdeen aus „Die Tribute von Panem“, gespielt von Jennifer Lawrence. Damit bekam der Auftritt zusätzlich eine popkulturelle Ebene, die den feurigen Charakter ihres Songs noch stärker unterstrich. Auch das Styling war genau geplant: Insgesamt dauerte die Vorbereitung laut den vorliegenden Informationen drei Stunden. So entstand ein Gesamtbild, das nicht nur auf Farbe und Schnitt setzte, sondern auch auf eine klar erkennbare Erzählung.
Instagram-Clip zeigt Wechsel vom Alltag zum Teppich
Auf Instagram zeigte die Sängerin außerdem eine humorvolle Seite ihres Auftritts. In einem Video ist zu sehen, wie sie zunächst im Schlafanzug beim Staubsaugen zu sehen ist, bevor der Schnitt sie in ihrem aufwendigen Teppich-Look zeigt. Der Kontrast zwischen Alltag und großer Bühne verlieh dem Moment eine lockere Note. Gerade dadurch wirkte der Auftritt nicht distanziert, sondern nahbar. Die Inszenierung knüpfte zugleich an das Feuer-Motiv an und machte deutlich, wie stark Outfit, Song und Social-Media-Auftritt in diesem Fall aufeinander abgestimmt waren