Ab Januar 2026 erhalten Eltern für jedes Kind monatlich 259 Euro Kindergeld – vier Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Leistung der Familienkasse ist für viele Haushalte fester Bestandteil der monatlichen Budgetplanung. Dennoch geht die Überweisung nicht an allen Tagen gleichzeitig raus. Aus technischen Gründen verteilt die Behörde die Zahlungen über den Monat. Maßgeblich ist die individuelle Kindergeldnummer, die jedem Anspruch bei der ersten Bewilligung zugeteilt wird. Vor allem die letzte Ziffer dieser Nummer entscheidet darüber, ob das Geld eher am Monatsanfang oder eher zum Monatsende auf dem Konto eingeht, meldet t-online.de.
Endziffer 0 bis 9: So staffeln sich die Zahlungstage
Die Systematik ist einfach: Endet die Kindergeldnummer auf 0, wird das Geld zu Monatsbeginn überwiesen, bei der Endziffer 9 zum Monatsende. Dazwischen liegen die übrigen Ziffern 1 bis 8 in aufsteigender Reihenfolge. Für 2026 nennt die Bundesagentur für Arbeit konkrete Termine. Für Endziffer 0 lauten sie etwa: 8. Januar, 4. Februar, 4. März, 8. April, 6. Mai, 3. Juni, 3. Juli, 5. August, 3. September, 5. Oktober, 4. November und 3. Dezember, berichtet ruhr24.de. Familien mit Endziffer 9 erhalten die Zahlung 2026 unter anderem am 23. Januar, 20. Februar, 20. März, 23. April sowie am 22. Mai und 22. Juni.
Aufbau der Kindergeldnummer einfach erklärt
Die individuelle Nummer ist auf dem Bescheid der Familienkasse sowie im Verwendungszweck der Kontoauszüge zu finden. Nach Angaben von t-online.de kann sie zum Beispiel so aussehen: 123FK835453. Dabei steht „123“ für die zuständige Familienkasse, „FK“ für „Feste Kindergeldnummer“ und „83545“ für die eigentliche Familiennummer. Entscheidend für den Überweisungstag ist die letzte Ziffer – im Beispiel die „3“. Sie ordnet den Anspruch den Terminen für Endziffer 3 zu, etwa 13. Januar, 12. Februar, 9. März oder 14. April 2026. Mehrere Kinder einer Familie laufen immer unter derselben Kennung, es gibt also keinen unterschiedlichen Zahlungstag innerhalb eines Haushalts.
Erhöhung auf 259 Euro und Kinderzuschlag 2026
Nach der Anpassung auf 255 Euro im Jahr 2025 steigt das Kindergeld zum 1. Januar 2026 auf monatlich 259 Euro. Der Betrag wird auch dann vollständig überwiesen, wenn der Anspruch nicht den gesamten Monat bestand: Wird ein Kind etwa am 30. März 2026 geboren, gehen für März dennoch 259 Euro ein. Parallel zum Kindergeld zahlt die Familienkasse gegebenenfalls den Kinderzuschlag aus. Der Höchstbetrag liegt 2026 weiterhin bei 297 Euro pro Monat. Anspruchsberechtigt sind Eltern, deren Einkommen zwar den eigenen Bedarf deckt, aber ohne Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf der Kinder vollständig zu sichern.
Was bei Zahlungstagen und Verzögerungen zu beachten ist
Die Gelder werden im Laufe des jeweiligen Termins überwiesen. Der Kontoeingang kann sich durch Wochenenden oder Feiertage verschieben, ein rechtlicher Anspruch auf eine Gutschrift an einem ganz bestimmten Kalendertag besteht nicht. Wer die eigene Kennung nicht mehr vorliegen hat, kann sie telefonisch oder schriftlich bei der Familienkasse erfragen. Die gebührenfreie Servicenummer lautet 0800 4 555533. Für die Finanzplanung im Alltag lohnt es sich, die 2026er Termine nach Endziffer auszudrucken oder digital zu speichern und wiederkehrende Ausgaben – etwa Miete, Strom oder Versicherungen – im Blick auf diese Zahlungstage zu strukturieren.