Trauer in Hollywood: Schauspieler Corey Parker, vielen Serienfans aus der Kult-Sitcom „Will & Grace“ vertraut, ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Wie ein Familienmitglied dem US-Portal „TMZ“ bestätigte, verlor Parker in Memphis, Tennessee, den langen Kampf gegen eine Krebserkrankung.
Welche Form der Krankheit diagnostiziert wurde, legte seine Familie nicht offen, doch der Abschied trifft Kolleginnen, Kollegen und Fans gleichermaßen. Parker, der seit Mitte der 1980er-Jahre vor der Kamera stand, hinterlässt ein umfangreiches Werk – und Menschen, die ihn nicht nur als Darsteller, sondern auch als sensiblen Mentor schätzten.
Corey Parker: Karrierebeginn in den 80er-Jahren
Seine Laufbahn startete Corey Parker in einer Zeit, in der Horrorfilme und sinnliche Dramen das Kino prägten. Erste größere Aufmerksamkeit bekam er 1985 mit der Rolle des Pete in „Freitag der 13. – Teil V: Ein neuer Anfang“, einem Ableger der legendären Slasher-Reihe.
Nur ein Jahr später stand er für das Erotikdrama „9½ Wochen“ (1986) vor der Kamera, an der Seite von Kim Basinger und Mickey Rourke. Diese frühen Engagements machten ihn in der Branche schnell zu einem gefragten Charakterdarsteller, der vor allem in Nebenrollen starke Akzente setzte.
Sitcom-Star: „Flying Blind“ und „Will & Grace“
In den späten 80er- und frühen 90er-Jahren blieb Parker ein fester Bestandteil der US-Serienlandschaft. Er spielte in der Komödie „Biloxi Blues“ (1988) und im Liebesfilm „White Palace“ (1990), bevor er 1992/93 die Hauptrolle in der Sitcom „Flying Blind“ übernahm. Dort verkörperte er Neil Barash, einen unbeholfenen jungen Mann, der sich im Großstadtdschungel und in Liebesfragen zurechtfinden muss. Obwohl die Serie nur eine Staffel lief, zeigte sie seine Vielseitigkeit im komödiantischen Fach.
Später folgte der Part des Josh in „Will & Grace“, einem Freund von Grace Adler (Debra Messing), der in mehreren Episoden immer wiederkehrte.
Rollen in Kultserien und TV-Filmen
Neben „Will & Grace“ war Corey Parker in zahlreichen weiteren TV-Produktionen zu sehen. In „Love Boat: The Next Wave“ trat er Ende der 90er-Jahre an der Seite von Serienveteranen wie Bernie Kopell auf. Fotos aus dieser Zeit zeigen ihn als jungen, energiegeladenen Schauspieler, der sich mühelos in Ensemble-Casts einfügte.
Über Jahrzehnte hinweg arbeitete er kontinuierlich in Film und Fernsehen, oft in prägnanten Nebenrollen. Diese beständige Präsenz machte ihn für viele US-Zuschauer zu einem vertrauten Gesicht – auch wenn er selten im Zentrum großer Blockbuster stand, sondern eher leise, aber nachhaltig wirkte.
Vom Schauspieler zum geschätzten Coach
In den vergangenen Jahren verlagerte Corey Parker seinen Schwerpunkt weg vom Rampenlicht und hin zur Arbeit mit Nachwuchstalenten. Er unterrichtete als „Master Teacher“ im BGB Studio in Los Angeles und begleitete junge Schauspielerinnen und Schauspieler auf ihrem Weg vor die Kamera.
Nach seinem Tod veröffentlichte das Studio auf Instagram eine emotionale Würdigung mit zahlreichen Fotos aus seinem Leben: „Corey Parker hat uns, diese Erde, diese Realität verlassen, um endlich Ruhe zu finden“, heißt es in dem Beitrag, so Bild. Auch seine Schwester Noelle nahm online Abschied: „Ich glaube, er hat diese Welt schwerelos, in Frieden und umgeben von Liebe verlassen“, zitierte tvspielfilm.de die trauernde Angehörige.