Das MDR-„Riverboat“ bot in seiner aktuellsten Ausgabe zunächst die gewohnte Mischung aus Humor, Geschichten und prominenten Gästen. Moderatorin Kim Fisher (56) führte souverän durch die Sendung und sprach mit den Stars, die auf dem Sofa Platz nahmen. Nichts deutete darauf hin, dass Fisher die letzten Minuten der Sendung für ein privates Anliegen nutzen wird.
Nach Todesfall: Kim Fisher kämpft mit den Tränen im TV
Kurz vor Mitternacht wechselte die Stimmung im Studio spürbar. Kim Fisher kündigte an, dass sie nun zu einem Punkt komme, vor dem sie sich „den ganzen Tag gefürchtet“ habe. Die aktuelle Ausgabe der Talkshow solle einem Mann gewidmet sein, „der eigentlich heute an dieser Sendung hätte mitarbeiten sollen und nicht mehr da ist“, erklärte sie.
Gemeint war „Riverboat“-Autor Dirk Ebert (†), der völlig unerwartet und viel zu früh gestorben ist. Die Moderatorin rang sichtbar um Fassung, das Publikum wurde still, die Gäste hörten betroffen zu. Dieser überraschende Moment zeigte Kim Fisher von einer ungewohnt emotionalen Seite.
Kim Fisher mit letzten Worte an verstorbenen Kollegen
Dann richtete TV-Star Kim Fisher sehr persönliche Worte an ihren langjährigen Kollegen. „Dirk, wir wünschen dir eine gute Reise“, sagte sie in die Kamera, bevor ihre Stimme stockte. „Gott, ich wollte das so nicht. Wir danken dir für all diese wundervollen Jahre zusammen.“
Wie „Focus“ berichtet, war Dirk Ebert seit Anfang der 2000er-Jahre für den MDR tätig und prägte das Format im Hintergrund entscheidend. Er führte die Vorgespräche mit den prominenten Gästen und war maßgeblich an der inhaltlichen Vorbereitung der Sendung beteiligt.
Der tragische Tod von „Riverboat“-Autor Dirk Ebert
Über die Todesursache machte Kim Fisher keine Angaben. Fest steht: Für das Team bedeutet der Verlust des Autors einen tiefen Einschnitt. Ebert arbeitete seit Januar 2001 als freier Mitarbeiter für den MDR, war daneben bis 2017 Geschäftsführer einer Medienagentur und betrieb Feinkostläden in Gotha und Erfurt.
Viele Stars, die im „Riverboat“ zu Gast waren, kannten ihn aus den intensiven Vorgesprächen. Dass er noch an der aktuellen Ausgabe mitgewirkt hatte, verlieh Fishers Worten zusätzliche Schwere und machte deutlich, wie nah ihr der Abschied ging.
Kim Fisher: Professionelles Ende trotz großer Emotionen
Trotz der Tränen versuchte die Moderatorin, die Talkshow professionell zu Ende zu führen. „So, meine Damen und Herren, jetzt habe ich Sie auch alle ein bisschen geschockt. Aber so ist das Leben. Das Leben geht auch weiter. Mir fehlen jetzt die Worte“, sagte sie mit zittriger Stimme.
Gleichzeitig betonte sie, dass Dirk Ebert sicher gewollt hätte, dass das Team und die Gäste weiterhin von Herzen lachen. Im Abspann erschien der Schriftzug „In Gedenken an Dirk Ebert.“ Dieser stille Moment machte deutlich, wie eng die Bindung hinter den Kulissen der MDR-Sendung ist und wie sehr der plötzliche Tod den gesamten Stab trifft.