Wanda Perdelwitz ist am 6. Oktober 2025 tragischerweise verstorben. Die Schauspielerin, die in der ARD-Serie „Großstadtrevier“ jahrelang als Polizistin Nina Sieveking vor der Kamera stand, ist an den Folgen eines schweren Fahrradunfalls in Hamburg gestorben.
Wie die Polizei mitteilte, war sie Ende September 2025 auf einem Radfahrstreifen im Stadtteil Rotherbaum unterwegs, als ein Beifahrer die Tür eines Transporters öffnete und es zu einem sogenannten „Dooring“-Unfall kam. Perdelwitz stürzte, zog sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu und starb wenige Tage später im Krankenhaus.
Wanda Perdelwitz: Karriere von Kino bis „Großstadtrevier“
Wanda Perdelwitz wurde 1984 in Ost-Berlin geboren, als Tochter der Schauspielerin Heidrun Perdelwitz und des Regisseurs Reinhard Hellmann. Bereits mit 16 Jahren feierte sie ihr Kinodebüt mit einer kleinen Rolle im Film „CQ“ von Roman Coppola. Es folgten weitere Kinoproduktionen sowie Engagements an renommierten Bühnen wie dem Berliner Maxim Gorki Theater, der Komödie Winterhuder Fährhaus und den Hamburger Kammerspielen.
Einem breiten TV-Publikum wurde sie durch ihre Rolle im „Großstadtrevier“ vertraut: Ab 2013 stand sie dort in über 150 Folgen als Hauptdarstellerin vor der Kamera, bevor sie 2022 aus der Serie ausstieg.
Vielseitige TV-Rollen und preisgekrönte Projekte
Neben „Großstadtrevier“ prägte Wanda Perdelwitz zahlreiche weitere Fernsehproduktionen. In der Katie-Fforde-Verfilmung „Meine verrückte Familie“ spielte sie an der Seite von Michaela May, im „Traumschiff“ verkörperte sie die Ehefrau der von Oliver Pocher gespielten Figur.
In dem Fernsehfilm „Bist du glücklich?“ von Regisseur Max Zähle, der 2020 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, war sie als jüngere Kollegin der Hauptfigur von Ronald Zehrfeld zu sehen, mit der dieser eine Affäre beginnt.
Letzte Rolle in „Behringer und die Toten“-Reihe
Kurz vor Abschluss der Dreharbeiten zu zwei neuen Filmen der RTL-Reihe „Behringer und die Toten“ ereignete sich der Unfall, nach dem Wanda Perdelwitz nicht mehr genesen sollte. In den Bamberg-Krimis spielt sie Charly, die ehemalige Partnerin des von Antoine Monot gespielten Kommissars Behringer.
Ihre Figur sitzt nach einer Schussverletzung im Rollstuhl, Behringer besucht sie regelmäßig, um aktuelle Fälle mit ihr zu besprechen. Im Film „Schatzraub“ zieht Charly aus der Reha-Klinik in die Gastwirtschaft von Behringer und dessen Schwester, während sie in der Episode „Rivus“ als verdeckte Ermittlerin in einem Ruderclub eine zentrale Rolle übernimmt.