Nach dem 4:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland endete die ZDF-Übertragung am Sonntagabend nicht mit Analysen oder lockeren Schlussworten, sondern mit einer Trauernachricht. Kurz vor Mitternacht wandte sich Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein mit ernster Stimme an das Publikum und gedachte ihres verstorbenen Kollegen Marcel Bergmann.

Der langjährige Sportredakteur starb am Sonntag im Alter von 62 Jahren. Damit bekam ein sportlich erfolgreicher Abend einen traurigen, schweren Schlusspunkt.

Katrin Müller-Hohenstein trauert um ZDF-Kollegen

Die Moderatorin fand zum Ende der Sendung Worte, die die Zuschauer berührte. „Manchmal ist Fußball eben auch nur die unwichtigste Nebensache der Welt“, sagte Katrin Müller-Hohenstein laut „Express“ und informierte über den Tod von Marcel Bergmann.

Vor dem Abspann erinnerte sie außerdem an seine Rolle innerhalb des Senders und an seine Persönlichkeit. „Hoch geschätzt und sehr gemocht, er war viele, viele Jahre bei uns im ZDF beschäftigt.[...] Wir sind sehr traurig und werden ihn immer in lieber Erinnerung behalten“, so Müller-Hohenstein.

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Marcel Bergmann ist gestorben.

Marcel Bergmann arbeitete seit 1991 für das ZDF

Marcel Bergmann war über Jahrzehnte Teil des Senders. Seit 1991 arbeitete er für das ZDF, seit 1995 als festangestellter Mitarbeiter. In dieser langen Zeit war er bei mehreren Fußball-Weltmeisterschaften im Einsatz und gehörte für viele Kolleginnen und Kollegen fest zum Team.

Dass sein Tod nur wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag bekannt wurde, macht die Nachricht besonders traurig. Die Worte aus dem Studio machten klar, wie groß die Lücke ist, die nun bleibt.

Schwerer Unfall veränderte sein Leben grundlegend

Bergmanns Lebensweg war von einem schweren Einschnitt geprägt. Nach einem Autounfall in Kenia im November 1994, bei dem vier Menschen starben, darunter auch sein Vater, überlebte er selbst schwer verletzt. Zwei Monate lag er im Koma, später kämpfte er sich zurück in den Alltag.

Auf seinem LinkedIn-Profil beschrieb er, dass er seitdem als Paraplegiker auf einen Rollstuhl angewiesen war. Trotz dieser Erfahrung setzte er seinen beruflichen Weg fort und blieb im Sportjournalismus aktiv. Seine Geschichte steht für enorme Kraft und Ausdauer unter schwierigsten Umständen.