Im internationalen Skisport galt Skicrosser Audun Grönvold (†49) als Kämpfer mit großem Herz, der auf und neben der Piste beeindruckte. Der frühere Norwegische Meister im Ski Alpin wechselte 2004 in den Skicross und fand dort seine sportliche Heimat. Im vergangenen Jahr kam es jedoch zum großen Schock: Der Norweger ist im Sommer durch ein tragisches Unglück gestorben.

Olympia-Bronze und WM-Erfolg für Audun Grönvold

Der Skirennläufer Audun Grönvold arbeitete sich zunächst im alpinen Bereich nach oben. Er wurde Norwegischer Meister und stand 1999 bei der Abfahrt im spanischen Sierra Nevada auf dem Weltcup-Podest, wie „Focus“ berichtet. Der Schritt in den Skicross im Jahr 2004 erwies sich als Wendepunkt.

Drei Jahre später holte er WM-Bronze und etablierte sich als einer der prägenden Fahrer der noch jungen Disziplin. 2010 folgte mit Bronze bei Olympia in Vancouver der Höhepunkt seiner Laufbahn. Für viele Teamkollegen verkörperte der Norweger den Typ Sportler, der Leistung und Lockerheit miteinander verbindet.

Audun Grönvold: Hüttenurlaub endet mit tödlichem Blitzschlag

Während eines Sommerurlaubs am 16. Juli 2025 in einer Hütte kam es zu dem tragischen Unglück, das den 49-Jährigen das Leben kostete. Seine Ehefrau Kristin Tandberg Haugsjaa schilderte auf Facebook, dass ein eigentlich idyllischer Aufenthalt in den Bergen plötzlich in einer Katastrophe mündete.

„Audun, meine große Liebe und mein bester Freund über 20 Jahre – heute hast du uns verlassen“, so ihre ergreifenden Worte. Und weiter: „Was mit einem schönen Sommerurlaub begann, endete letzten Samstag, als du von einem Blitz getroffen wurdest, während wir in unserer Hütte waren.“ 

Nach dem Blitzschlag sei Grönvold zwar schnell ins Krankenhaus gebracht und behandelt worden, doch in der Nacht erlag er seinen schweren Verletzungen. Die Nachricht traf Familie, Freunde und Weggefährten völlig unvorbereitet.

Skiwelt trauert um „bemerkenswerte Persönlichkeit“

Aus dem norwegischen Skisport kamen zahlreiche Beileidsbekundungen. Skilegende Kjetil André Aamodt nannte die Nachricht „einfach nur schrecklich tragisch und eine traurige Nachricht“ und betonte, wie sehr sein früherer Teamkollege fehlen werde. Der norwegische Skiverband würdigte Grönvold in einer Stellungnahme als Athleten, der „große Spuren im alpinen Skisport und im Freestyle hinterlassen“ habe.

Nach seinem Karriereende 2010, das er wegen körperlicher Probleme vollzog, blieb der Sportler dem Skicross treu und übernahm das norwegische Team als Trainer. So prägte er eine neue Generation von Athletinnen und Athleten – sein Einfluss reicht weit über seine eigenen Erfolge hinaus.