Schauspielerin Veronica Ferres erreicht einen neuen Meilenstein ihrer internationalen Laufbahn. Die 61-Jährige wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences eingeladen, Mitglied der Oscar-Akademie zu werden. Damit rückt sie noch näher an das Zentrum der wichtigsten Filmpreise der Welt. F
ür die deutsche Darstellerin, die seit Jahrzehnten auch in internationalen Produktionen arbeitet, ist das eine besondere Anerkennung ihrer Karriere. Ferres startete Ende der Achtzigerjahre vor der Kamera, 1996 gelang ihr mit „Das Superweib“ der große Durchbruch. Später folgten Filme wie „Schtonk!“ und „The Comedian“.
Veronica Ferres erhält Stimmrecht bei den Oscars
Mit der Einladung ist nicht nur Prestige verbunden. Neue Mitglieder der Akademie dürfen künftig selbst bei der Vergabe der Oscars abstimmen. Der Weg dorthin ist streng geregelt: Eine Aufnahme erfolgt über eine Oscar-Nominierung oder über besondere Verdienste um den Film.
Eigenbewerbungen sind nicht möglich, stattdessen müssen Kandidatinnen und Kandidaten von bestehenden Mitgliedern vorgeschlagen werden. Wie t-online berichtet, würdigt die Einladung bei Ferres vor allem ihre langjährige internationale Arbeit in der Branche. Dass sie seit Jahren regelmäßig in Los Angeles präsent ist, passt zu diesem Schritt.
529 Filmschaffende stehen auf der neuen Einladungsliste
In diesem Jahr wurden insgesamt 529 Filmschaffende neu eingeladen. Darunter befinden sich 95 Oscar-Nominierte und 21 Oscar-Gewinner. Die Akademie umfasst mehr als ein Dutzend Sparten, etwa Regie, Kamera, Schnitt, Drehbuch, Schauspiel oder Musik.
Ferres wird in der Schauspiel-Sparte geführt. Dort steht sie neben internationalen Namen wie Josh O’Connor, Jacob Elordi, Mathieu Amalric, Mia Goth, Teyana Taylor und Jenna Ortega. Die Einladung zeigt, dass ihre Arbeit längst nicht nur in Deutschland wahrgenommen wird, sondern auch in der internationalen Filmbranche fest verankert ist.
Veronica Ferres arbeitet seit Jahren mit Hollywood-Stars
Dass Ferres nun in diesen Kreis aufgenommen werden soll, kommt nicht aus dem Nichts. Die Schauspielerin war in zahlreichen internationalen Produktionen zu sehen und stand bereits mit Robert De Niro, Morgan Freeman, Pierce Brosnan und Juliette Binoche vor der Kamera. Auch bei großen Branchenterminen in Los Angeles ist sie regelmäßig präsent.
Laut Welt zählt sie damit zu den deutschen Filmschaffenden, die auch außerhalb des heimischen Marktes dauerhaft sichtbar sind. Gerade diese Mischung aus deutscher Karriere und internationaler Präsenz macht die Einladung für viele Beobachter so bedeutend.
Weitere deutsche Filmschaffende rücken mit Ferres nach
Neben Ferres wurden auch weitere deutsche Kreative eingeladen. Dazu gehören Kameramann Markus Förderer für „September 5“, Kostümbildnerin Sabrina Krämer für „In die Sonne schauen“ sowie Filmkomponist Karim Sebastian Elias für „Cutting Through Rocks“.
In der Sparte Visuelle Effekte stehen außerdem Michael Ralla und Guido Wolter auf der Liste. Beide waren in diesem Jahr für ihre Arbeit an „Blood & Sinners“ für einen Oscar nominiert. Die neue Auswahl zeigt damit auch, wie stark deutsche Filmschaffende in unterschiedlichen Gewerken inzwischen international vertreten sind.