Mit ihrem neuen Album „24/7“ setzt Sängerin Maite Kelly (46) auf große Gefühle und sehr persönliche Themen. Die Songs kreisen um Hingabe, Sehnsucht, Verlangen und Lust, also um Facetten der Liebe, die im deutschen Pop eher selten so offen verhandelt werden. Passend dazu spricht sie nun auch im Interview ungewöhnlich direkt über ihr eigenes Erleben.
„Uh-la-la“: Neuer Song von Maite Kelly handelt von erster Liebe
Dabei geht es nicht nur um ihre erste Liebe, sondern auch um die Frage, wie sich Sexualität im Laufe des Lebens verändert. Gerade diese Offenheit macht deutlich, wie eng Musik und persönliche Erfahrungen bei ihr zusammenhängen.
Im Song „Uh-la-la“ erzählt Maite von einer leidenschaftlichen Begegnung an einem südlichen Sehnsuchtsort, bei eine junge Frau einen prägenden Schritt ins Erwachsenenleben erlebt. Besonders eindrücklich schildern die Zeilen: „Wir lagen im Sand, die Unschuld verschwand, ich verließ als Frau dieses Land.“ Die Atmosphäre bleibt dabei sinnlich und bildhaft, etwa wenn es heißt: „Ich schmeckte sein Salz mit den Lippen, Bewegung wie Wellen an Klippen.“
Offen wie nie: Maite Kelly über ersten Freund
Im Gespräch mit der „Bild“ wird Maite Kelly sehr persönlich und verrät, mit wem sie ihre erste Liebe erlebt hatte: „Bei mir war es kein Latino-Lover, sondern ein rothaariger Punker aus Boston. Er hatte eine Punkband und ich war sein Punk-Girl. Ich war 19 und er gerade 18. [...] Wir hatten sechs Monate eine Fernbeziehung. Mit ihm konnte ich Freiheit erleben. Ich bin ihm sehr dankbar für diese Zeit.“
Schon dieser Einblick zeigt, dass das Album für sie kein rein künstlerisches Projekt ist, sondern eng mit eigenen Erinnerungen und Gefühlen verbunden bleibt. Statt nur über neue Songs zu reden, öffnet sie ein Fenster in ihre Vergangenheit. Das verleiht ihren aktuellen Liedern zusätzliche Tiefe. Wer ihre Musik hört, bekommt damit auch einen Eindruck davon, welche Erfahrungen sie geprägt haben.
Intime Einblicke von Maite Kelly überraschen
Besonders offen spricht die Musikerin darüber, wie sie Sexualität heute wahrnimmt. Mit Mitte 40 empfinde sie dieses Thema intensiver als früher, wie „Bild“ berichtet. Damit setzt Maite Kelly ein klares Zeichen gegen überholte Vorstellungen, nach denen Sinnlichkeit vor allem mit Jugend verbunden sei.
Ihre Aussagen wirken selbstbewusst und sehr direkt, ohne ins Provokante abzurutschen. Vielmehr beschreibt sie eine Lebensphase, in der Erfahrung, Selbstkenntnis und innere Freiheit eine größere Rolle spielen. Genau diese Perspektive dürfte viele Fans ansprechen, weil sie einen ehrlichen Blick auf Weiblichkeit jenseits klassischer Klischees bietet.
Maite Kelly wird von Männern als „Göttin“ gesehen
Ein weiterer Punkt des Interviews dreht sich um die Wirkung, die sie auf Männer hat. Demnach schildert Maite Kelly auch, warum sie von manchen Männern als „Göttin“ gesehen wird. Diese Formulierung fällt auf, weil sie viel über ihr heutiges Auftreten verrät: selbstsicher, sinnlich und mit klarem Bewusstsein für die eigene Ausstrahlung.
Zugleich zeigt sich darin, dass sie sich nicht mehr über fremde Erwartungen definieren lassen will. Statt Unsicherheit oder Zurückhaltung steht nun ein Bild von Weiblichkeit im Mittelpunkt, das Stärke und Lust auf das Leben miteinander verbindet.
Neues Album „24/7“ rückt Lust und Sehnsucht in den Fokus
Das Album „24/7“ bekommt durch diese Aussagen noch mehr Kontur. Es geht bei Maite Kelly nicht bloß um eingängige Pop-Melodien, sondern um Themen, die viele Menschen beschäftigen und über die dennoch oft nur vorsichtig gesprochen wird.
Liebe erscheint bei ihr nicht eindimensional, sondern als Mischung aus Nähe, Sehnsucht, Hingabe und körperlichem Begehren. Dass sie diese Inhalte nun auch im Interview so deutlich einordnet, passt zu einer Künstlerin, die mit ihrer Musik persönliche Entwicklungen verarbeitet.