Fast vier Jahre lang war Kurt Krömer (51) im klassischen Fernsehen kaum noch präsent, nun steht seine Rückkehr fest. Der Komiker arbeitet künftig für das ZDF und schlägt damit zugleich ein neues Kapitel nach seiner langen Zeit beim RBB, der zur Gruppe der ARD gehört, auf. Geplant ist eine eigene Sendung für ZDFneo und das Streamingangebot des Senders.
Kurt Krömer wechselt nach Jahren beim RBB zum ZDF
Für viele Zuschauer ist das ein bemerkenswerter Schritt, weil Krömer sich nach dem Ende seiner letzten großen TV-Show deutlich zurückgenommen hatte und zuletzt eher mit Podcasts, Synchronarbeiten und Streamingformaten in Erscheinung trat.
Der Senderwechsel ist die eigentliche Nachricht hinter dem Comeback. Laut „t-online“ sagte ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann: „Kurt Krömer kommt zum ZDF. Er hat wieder große Lust auf Fernsehen.“ Damit endet eine enge Verbindung zum RBB, die bereits 2007 mit „Krömer – Die internationale Show“ begann.
Über viele Jahre war Krömer dort mit eigenen Formaten zu sehen und prägte mit seinem eigenwilligen Stil das Programm. Nun bekommt er beim Mainzer Sender eine neue Heimat und soll dort wieder regelmäßig vor der Kamera stehen.
„Krömers letzte Stunde“ setzt auf Talk und Spiele
Die neue Sendung trägt den Titel „Krömers letzte Stunde“ und wird für ZDFneo sowie das Streamingportal des ZDF produziert. Vorgesehen sind zunächst vier Folgen, in denen Kurt Krömer jeweils zwei Gäste empfängt. Das Konzept verbindet Gespräche mit Spielelementen und bleibt damit nah an dem, was viele an ihm schätzen.
Spontane Wendungen, trockener Humor und ein ernster Unterton werden die Show prägen. Einen konkreten Starttermin gibt es bisher nicht. Fest steht aber, dass das Format als eigene Show angelegt ist und nicht nur ein kurzer Gastauftritt im Programm sein soll.
„Chez Krömer“ brachte zwei Grimme-Preise
Besonders stark in Erinnerung geblieben ist vielen seine RBB-Talkshow „Chez Krömer“, die bis Ende 2022 lief. Dort setzte der Berliner auf einen konfrontativen Interviewstil, der regelmäßig Schlagzeilen machte. Vor allem seine offenen Auseinandersetzungen mit Gästen und seine klare Haltung bestimmten das Profil der Sendung.
Wie „ksta.de“ berichtet, wurde das Format gleich zweimal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Krömer zeigte darin, dass Unterhaltung und Schärfe nebeneinander bestehen können. Gerade diese Mischung machte „Chez Krömer“ für viele Zuschauer so markant.
Nach Rückzug sprach Krömer offen über Depressionen
Nach dem Ende seiner TV-Arbeit zog sich Kurt Krömer zunächst weitgehend aus dem Fernsehen zurück. Statt neuer eigener Shows standen andere Projekte im Mittelpunkt. Er übernahm Synchronrollen, war in Talkformaten und Podcasts präsent und trat mehrfach in „LOL: Last One Laughing“ auf.
Zugleich sprach er offen über seine Depressionen und darüber, wie er seine Alkoholsucht überwunden hat. Wie „hoerzu.de“ berichtet, war dieser Abschnitt von größerer Zurückhaltung geprägt. Umso mehr wirkt die nun angekündigte Rückkehr wie ein bewusster Neustart mit vertrauter Handschrift.