Niklaus Schälin ist tot. Der frühere Teilnehmer von „Bauer, ledig, sucht“ starb am 9. September 2026 im Alter von 71 Jahren. Seine Familie bestätigte den Tod in einer Anzeige, eine Todesursache wurde nicht genannt. Darin verabschiedeten sich die Angehörigen von ihrem „Vater, Dädi und Bruder“, wie Blick berichtet.

Schälin stammte aus Flüeli-Ranft in Obwalden und wurde durch seine Teilnahme an der Schweizer Kuppelshow einem größeren Publikum bekannt. Auf seinem Hof verband er Landwirtschaft und Kunst auf eine Weise, die vielen Zuschauern in Erinnerung blieb.

Niklaus Schälin führte den Hof in vierter Generation

Der Obwaldner war Landwirt und Künstler zugleich. Seinen Hof führte er in vierter Generation, dort lebte und arbeitete er mit 26 Stück Jungvieh und rund 100 Nussbäumen. Das Holz der Bäume nutzte er für Skulpturen, die er auf dem Hof ausstellte.

Auch sein Lebensmotto war eng mit diesem Blick auf die Welt verbunden: „Mit offenen Augen durch die Welt gehen“, so Niklaus Schälin laut RTL. Damit stand er in der Sendung nicht nur für das Leben auf dem Land, sondern auch für seine kreative Arbeit mit Holz.

2015 fand er in Silvia seine Partnerin

2015 nahm der damals 59-Jährige an der 11. Staffel von „Bauer, ledig, sucht“ beim Sender 3+ teil. Er hoffte auf eine Frau, mit der er seinen Lebensabend verbringen konnte. In der Sendung lernte er Hofdame Silvia kennen, mit der er sich während der gemeinsamen Hofwoche schnell näherte.

Am Ende der Staffel war sie bereits bei ihm eingezogen. Vor laufender Kamera feierte das Paar außerdem eine symbolische Verlobungszeremonie. Aus der TV-Suche wurde damit eine Beziehung, die über die Ausstrahlung der Staffel hinaus Bestand hatte.

Besuch bei dem Paar in Obwalden

Noch 2018 besuchte Moderator Marco Fritsche die beiden in ihrem gemeinsamen Zuhause in Obwalden. Damals sagte Schälin, dass es in der Beziehung zwar zwischendurch holperte, sie aber immer wieder zusammenfanden. Wie ihr Verhältnis zuletzt war, blieb öffentlich offen. Fest steht, dass seine Teilnahme an der Sendung eng mit dieser Liebesgeschichte verbunden blieb.

Für viele Zuschauer gehörte gerade diese Entwicklung zu den prägenden Erinnerungen an den Landwirt, der im Fernsehen nicht nur seinen Alltag zeigte, sondern auch eine Partnerin fand.

Familie erfüllte seinen Wunsch für den Abschied

Auch sein letzter Wunsch wurde bekannt: Seine Asche soll der Natur zurückgegeben werden. Das passt zu einem Leben, das eng mit dem Hof, den Bäumen und seiner Arbeit als Schnitzer verbunden war. Nach der Todesnachricht meldeten sich zudem Zuschauer mit Abschiedsworten.

In Reaktionen wurde er unter anderem als „cooler Typ“ und als „Legende von Flüeli-Ranft“ bezeichnet. Schälin hinterlässt damit nicht nur Erinnerungen an seine Zeit im Fernsehen, sondern auch an ein Leben zwischen Landwirtschaft, Kunst und der Suche nach Nähe.