Bonnie Tyler (✝75) ist in ihrer walisischen Heimat beigesetzt worden. Rund einen Monat nach ihrem Tod versammelten sich in Swansea zahlreiche Fans, Freunde und Wegbegleiter, um der Sängerin die letzte Ehre zu erweisen. Entlang der Newton Road herrschte eine spürbar emotionale Stimmung: Viele Menschen sangen, klatschten und blickten sichtlich ergriffen auf den Trauerzug.
Bonnie Tyler wurde von den Fans feierlich verabschiedet
Auf dem Sarg lag die walisische Flagge, begleitet von einem gerahmten Porträt der Musikerin. Damit wurde deutlich, wie eng Bonnie Tyler trotz ihres Welterfolgs mit ihrer Herkunft verbunden blieb. Wie Stern berichtet, säumten Tausende Menschen die Straßen, als Bonnie Tyler in Swansea zur Beisetzung ankam.
Die Anteilnahme reichte dabei weit über Großbritannien hinaus. Medienberichten zufolge kamen auch Fans aus Deutschland und Österreich in die Stadt, um Abschied zu nehmen. Für viele war es ein sehr persönlicher Moment, weil ihre Lieder über Jahrzehnte hinweg zum Leben vieler Menschen gehörten.
Die Bilder aus Wales zeigten eine Trauergemeinde, die nicht nur eine berühmte Sängerin verlor, sondern auch eine Frau, die für viele eng mit Erinnerungen und Lebensabschnitten verbunden ist.
Anwohnerin nennt die Sängerin einen „normalen Menschen“
Besonders in Mumbles galt Bonnie Tyler als nahbar und bodenständig. Dort erinnerte man sich nicht allein an die große Karriere, sondern vor allem an ihre Art im Alltag. „Ein ganz normaler Mensch, der eben zufällig berühmt war“, sagte eine Anwohnerin laut brisant.de.
Dieser Satz beschreibt, warum die Verbundenheit in ihrer Heimat so groß war. Bonnie Tyler war international gefeiert, blieb für viele Menschen vor Ort aber immer eine von ihnen. Gerade diese Mischung aus Weltruhm und Bodenständigkeit prägte das Bild, das Freunde, Nachbarn und Fans nun von ihr in Erinnerung behalten.
Mit Welthits schrieb die Waliserin Musikgeschichte
Mit Songs wie „Total Eclipse of the Heart“, „Holding Out for a Hero“ und „It's a Heartache“ wurde Bonnie Tyler weltweit zum Star. Ihre markante, rauchige Stimme machte sie unverwechselbar und trug dazu bei, dass ihre Balladen über Generationen hinweg gehört wurden.
Die gebürtige Waliserin zählte zu den prägendsten Stimmen der Popmusik und blieb auch deshalb in vielen Ländern präsent. Dass Menschen aus mehreren Nationen zur Beisetzung reisten, zeigt die Reichweite ihres musikalischen Erbes.
Letzter Gang führt durch den Geburtsort Skewen
Die Sängerin starb im Juli im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Portugal, wie home.1und1.de berichtet. Zuvor war sie nach einer Darmoperation in ein künstliches Koma versetzt worden. Am Montag soll in der Kirche Swansea Minster eine Gedenkfeier stattfinden.
Anschließend wird der Sarg ein letztes Mal durch ihren Geburtsort Skewen gefahren. Dort begann einst der Weg einer Künstlerin, die aus Wales hinaus in die Welt ging und doch ihrer Heimat immer verbunden blieb. Die letzten Stationen des Abschieds führen deshalb genau dorthin zurück, wo alles anfing.