Die Rockwelt trauert um Frank Beard: Der langjährige Schlagzeuger von ZZ Top ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Laut TMZ starb der Musiker am 17. August auf seiner Ranch in Texas, im Kreis seiner Familie und nach einem Aufenthalt in Hospizpflege. Eine Todesursache wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Mit Beard verliert die Band ihren rhythmischen Kern, der über Jahrzehnte Songs mitprägte, die längst zum festen Bestand der Rockgeschichte zählen. Auch für Fans ist die Nachricht besonders schmerzhaft, weil sich sein Gesundheitszustand zuletzt bereits angedeutet hatte.
Billy Gibbons würdigt Frank Beard mit persönlichem Statement
ZZ-Top-Gründer Billy F. Gibbons reagierte mit einer emotionalen Erklärung auf den Tod seines langjährigen Weggefährten.
„Heute haben Elwood und ich einen großartigen Freund und Mitstreiter verloren, und die Welt einen der von Natur aus innovativsten Schlagzeuger und einen großartigen, echten Sohn von Texas. Sein markanter Backbeat war entscheidend dafür, ZZ Top an der Spitze zu halten.“, sagte Billy F. Gibbons auf Instagram.
Frank Beard spielte mehr als fünf Jahrzehnte bei ZZ Top
Frank Beard stieß 1969 zur Band und gehörte damit über mehr als fünf Jahrzehnte zur festen Besetzung. Seit dem Debütalbum von 1971 prägte er den Sound der Gruppe, auf frühen Veröffentlichungen teils noch unter dem Namen „Rube Beard“. Zuvor hatte er bereits mit Dusty Hill in mehreren Formationen gespielt, darunter American Blues.
Gemeinsam mit Billy Gibbons und Hill entstand später jene Besetzung, die ZZ Top weltweit berühmt machte. Beard wirkte an allen 15 Studioalben mit und stand hinter Klassikern wie „La Grange“, „Tush“, „Gimme All Your Lovin’“, „Sharp Dressed Man“ und „Legs“.
Gesundheitsprobleme stoppten zuletzt mehrere Auftritte
Schon kurz vor seinem Tod hatte sich Beard aus dem Touralltag zurückziehen müssen. Anfang August sagte die Band ein Konzert am Hollywood Bowl ab, nachdem gesundheitliche Probleme des Drummers bekannt geworden waren. Bereits bei mehreren jüngeren Auftritten fehlte er, stattdessen saß Michael Monahan am Schlagzeug.
Wie USA Today berichtet, hatte Beard auch im Jahr zuvor wegen eines nicht näher benannten medizinischen Problems pausieren müssen, das seinen Fuß und Knöchel betroffen haben soll. Die Band sagte nach seinem Tod weitere Konzerte ab, darunter Termine in Salt Lake City und Colorado Springs.
Zwischen Texas, MTV und der Rock Hall of Fame
Beard wurde in Frankston im US-Bundesstaat Texas geboren und galt trotz seines Nachnamens als das einzige Mitglied des Trios ohne den ikonischen Vollbart. Stattdessen waren seine Locken und sein Schnurrbart über Jahre Teil seines Erscheinungsbildes. Musikalisch half er dabei, ZZ Top von bluesigem Boogie-Rock der 70er in die MTV-Ära der 80er zu führen.
Alben wie „Eliminator“ und „Afterburner“ machten die Gruppe endgültig zu Weltstars. 2004 wurde ZZ Top in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Nach dem Tod von Dusty Hill im Jahr 2021 bleibt Billy Gibbons nun das letzte verbliebene Mitglied der klassischen Erfolgsbesetzung.