Trauer um Anne Schedeen: Die US-Schauspielerin, die als Kate Tanner in der Kultserie „Alf“ Fernsehgeschichte schrieb, ist im Alter von 77 Jahren am Sonntag, dem 14. Juni, gestorben. Ihre Familie machte die Nachricht in einem Facebook-Beitrag öffentlich. Darin heißt es, man müsse „mit schwerem Herzen“ mitteilen, dass Annie friedlich verstorben sei, wie t-online berichtet. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Für viele Fernsehzuschauer bleibt Schedeen eng mit der Rolle der Mutter Kate Tanner verbunden, doch ihr Lebensweg reichte weit über diese prägende Serie hinaus.
Anne Schedeens Familie nimmt in persönlicher Botschaft Abschied
Die Angehörigen beschrieben die Schauspielerin als kreative, humorvolle und starke Persönlichkeit. „Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass Annie friedlich von uns gegangen ist“, so ihre Familie laut RTL. Weiter hieß es, sie hinterlasse ein außergewöhnliches Vermächtnis aus kreativer Energie, scharfsinnigem Humor, Liebe zur Familie, zu kleinen Hunden und zu guten Geschichten.
Auch ihre Leidenschaft für Secondhand-Schätze und Kunst wurde hervorgehoben. Besonders nah geht der Satz, ohne sie fühle sich die Familie verloren. Zum Gedenken riefen die Angehörigen sogar dazu auf, eine Margarita auf sie zu erheben.
Anne Schedeen spielte Kate Tanner in allen 103 Folgen
Ihren größten TV-Erfolg feierte Anne Schedeen zwischen 1986 und 1990. In allen 103 Episoden von „Alf“ verkörperte sie Kate Tanner, die Mutter jener Familie, die den außerirdischen Besucher bei sich aufnimmt. An ihrer Seite standen Max Wright als Willie Tanner und Paul Fusco, der die Titelfigur sprach und spielte.
Die Sitcom wurde zu einem festen Bestandteil der Fernsehunterhaltung der 1980er-Jahre. Schedeen selbst hatte die aufwendige Arbeit mit der Puppe einmal als technischen Alptraum beschrieben, was einen seltenen Einblick in die Produktion gab.
Anne Schedeens Karriere begann schon in den 1970er-Jahren
Geboren wurde Anne Schedeen am 8. Januar 1949 in Portland im US-Bundesstaat Oregon, ihr bürgerlicher Name lautete Luanne Ruth Schedeen. Sie wuchs auf einer Farm auf, studierte in Portland und zog später nach New York, um Schauspielerin zu werden.
Ihr TV-Debüt gab sie 1974 in „Der Sechs Millionen Dollar Mann“. Danach folgten Rollen in Serien wie „Get Christie Love!“, „Ein Sheriff in New York“, „Magnum“ und „Cheers“. Auch im Kino war sie zu sehen, etwa im Thriller „Embryo“ an der Seite von Rock Hudson.
Anne Schedeen lebte später zurückgezogener und blieb kreativ
Nach dem Ende von „Alf“ arbeitete Schedeen nur noch gelegentlich vor der Kamera. Stattdessen war sie unter anderem als Antiquitätenhändlerin und Ausstatterin tätig. Ihren letzten Auftritt hatte sie 2023 im Wiedersehens-Special „Alf on Alf“. Dort traf sie noch einmal auf Weggefährten wie Paul Fusco, Tom Patchett, Andrea Elson und Benji Gregory.
Privat hinterlässt sie ihren Ehemann Christopher Barrett, mit dem sie 55 Jahre verheiratet war, sowie Tochter Taylor. Mit ihrem Tod verliert das Fernsehen ein vertrautes Gesicht einer ganzen Seriengeneration.
