Die deutsche Musikwelt trauert um Sängerin und Underground-Ikone Bettina Köster. Die frühere Frontfrau der Band Malaria! ist im Alter von 66 Jahren im italienischen Capaccio Paestum gestorben, wie Freunde und Weggefährten in einer Mitteilung bestätigten, auf die sich unter anderem „Bild“ und „Rolling Stone“ beziehen.

Demnach verstarb die Musikerin am 16. März 2026, Details zur Todesursache wurden nicht veröffentlicht. Nur zwei Tage später wurde sie auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Die Trauerfeier fand im engsten Kreis statt, doch das Grab ist nun für Fans zugänglich, wie aus der Erklärung hervorgeht.

Bettina Köster stirbt in Capaccio Paestum

In der gemeinsamen Mitteilung von Freunden heißt es: „Hiermit geben wir bekannt, dass die deutsche Musikerin Bettina Köster am 16. März 2026 in Capaccio Paestum, Italien, verstorben ist.“

Weiter steht dort: „Die Verstorbene wurde am Vormittag des 18. März 2026 auf dem Friedhof von Capaccio Paestum beigesetzt. Menschen aus ihrem nahen Umfeld erinnern und betonen ihre persönlichen Überzeugungen und Sensibilitäten, die ein wesentlicher Teil ihrer menschlichen und künstlerischen Identität waren. Wer möchte, kann ihr Grab frei auf dem Friedhof besuchen. Die Trauerfeier fand im privaten Rahmen statt. Capaccio Paestum, im März 2026.“

Malaria!-Sängerin prägte Westberliner Underground

Bettina Köster galt als wegweisende Künstlerin der Westberliner Underground- und Avantgarde-Szene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. In einem Umfeld, in dem Punk, Kunst, Performance und experimentelle Musik ineinandergriffen, entwickelte sie ihren unverwechselbaren Stil. Sie war eng mit Sängerin Nina Hagen befreundet und bewegte sich in Kreisen, in denen radikale künstlerische Ansätze Alltag waren..

Von Mania D zu Malaria! und „Kaltes klares Wasser“

Ihre Karriere nahm Fahrt auf, als sie gemeinsam mit Gudrun Gut und Beate Bartel die Band Mania D gründete. Daraus entstand 1981 die Gruppe Malaria!, die rasch internationale Aufmerksamkeit erreichte. Mit Songs wie „Kaltes klares Wasser“ wurde die Gruppe zu einem Kult-Act der Neuen Deutschen Welle.

Frühe Queer-Ikone und kompromisslose Künstlerin

Nach dem Ende von Malaria! blieb Bettina Köster künstlerisch aktiv und arbeitete in verschiedenen Bereichen, darunter auch Film. Der Musik-Star selbst bezeichnete sich als nicht-binär und wurde zu einer Ikone der queeren Bewegung.