Schauspielerin Valerie Perrine, Oscar-nominiert für ihre Rolle in „Lenny“ und Kultfigur der „Superman“-Filme, ist im Alter von 82 Jahren gestorben, wie People berichtet. Der US-Filmemacher Stacey Souther machte die traurige Nachricht öffentlich und bat zugleich um Unterstützung für die Beisetzung der Schauspielerin.

Perrine hatte über viele Jahre mit Parkinson zu kämpfen und lebte zuletzt mit erheblichen gesundheitlichen und finanziellen Belastungen. Für viele Kolleginnen und Kollegen in Hollywood steht sie nicht nur für große Filmrollen, sondern auch für enorme Stärke im Umgang mit ihrer Krankheit.

Stacey Souther erfüllt letzten Wunsch von Valerie Perrine

Filmemacher Stacey Souther, der Perrine über Jahre begleitete, teilte auf Facebook mit: „Mit tiefem Schmerz gebe ich die herzzerreißende Nachricht bekannt, dass Valerie verstorben ist“. Er rief dazu auf, an eine GoFundMe-Kampagne zu spenden, um ihre Beerdigung zu finanzieren.

„Ihr letzter Wunsch ist es, auf dem Forest Lawn Cemetery beigesetzt zu werden“, schrieb er. Nach mehr als anderthalb Jahrzehnten im Kampf gegen Parkinson seien ihre finanziellen Mittel erschöpft. Souther appellierte an Fans und Freunde, gemeinsam dafür zu sorgen, dass dieser Wunsch erfüllt werden kann.

Parkinson-Diagnose und bewegender Dokumentarfilm

Perrine erhielt 2015 die Diagnose Parkinson. Ihre Erfahrungen mit der Krankheit wurden zum Thema eines 45-minütigen Dokumentarfilms, den Souther drehte und der 2019 Premiere feierte. Darin zeigt er eine Frau, die trotz schwerer Symptome ihre Würde und ihren Humor bewahrte.

In seinem Nachruf schrieb Souther, sie habe „unglaublichen Mut und Mitgefühl gezeigt und sich nie beklagt“. Sie sei eine wahre Inspiration gewesen, die ihr Leben voll ausgekostet habe. „Die Welt wirkt weniger schön ohne sie“, fasste er ihre Bedeutung für ihr Umfeld zusammen.

Von Las-Vegas-Showgirl zur Oscar-Nominierung

Ihre Karriere begann Perrine als Showgirl in Las Vegas, bevor tragische Ereignisse ihr Leben prägten: Ihr Verlobter, ein Waffenimporteur, erschoss sich versehentlich ins Herz. Später lebte sie in Los Angeles, wo sie eine Beziehung mit Star-Friseur Jay Sebring hatte, der später von Mitgliedern der „Manson Family“ im Haus von Sharon Tate ermordet wurde.

Bei einer Dinnerparty in Los Angeles wurde sie von einem Agenten entdeckt und für den Film „Schlachthof 5“ (1972) besetzt. 1973 sorgte sie in dem PBS-Stück „Steambath“ für TV-Geschichte, als sie als erste Schauspielerin in den USA bewusst ohne Kleidung im Fernsehen auftrat.

Cannes-Preis für „Lenny“ und Kultstatus in „Superman“

Internationalen Ruhm erlangte Theater- und Filmschauspielerin Valerie Perrine 1974 mit der Rolle der Honey Bruce, Ehefrau des Komikers Lenny Bruce, im von Bob Fosse inszenierten Biopic „Lenny“ an der Seite von Dustin Hoffman. Für diese Darstellung erhielt sie in Cannes den Preis als beste Darstellerin und wurde zudem für einen Golden Globe und einen Oscar nominiert.

In den späten 1970er-Jahren prägte sie die Figur der Miss Teschmacher, Partnerin von Gene Hackmans Lex Luthor, in „Superman“ (1978) und dessen Fortsetzung. Weitere Rollen spielte sie unter anderem in „The Electric Horseman“ mit Robert Redford und „The Border“ mit Jack Nicholson.