Sängerin Manuela, mit bürgerlichem Namen Doris Wegener, gehörte in den 1960er-Jahren zu den großen Gesichtern des deutschen Schlagers. Mit „Schuld war nur der Bossa Nova“ gelang der Berliner Künstlerin 1963 der Durchbruch, der sie zum Idol einer ganzen Teenie-Generation machte.

Jahrzehnte später traf ihre Fans eine traurige Nachricht: Die Musikerin starb im Alter von 57 Jahren in ihrer Heimatstadt Berlin. Hinter dem frühen Tod stand ein schweres Krebsleiden, das sie trotz Operation und Therapie nicht überwinden konnte.

Gaumenkrebs-Diagnose und schwere Operation

Im August des Jahres vor ihrem Tod wurde bei Manuela Gaumenkrebs festgestellt. Laut Spiegel musste sich die Sängerin einer größeren Operation unterziehen, um den Tumor entfernen zu lassen. Der Eingriff war ein drastischer Schritt, doch die Hoffnung auf Besserung überwog. Im Anschluss folgte eine Strahlentherapie, die die Krankheit eindämmen sollte. Trotz aller medizinischen Maßnahmen verschlechterte sich ihr Zustand jedoch weiter. Die Behandlung konnte das Fortschreiten des Krebses nicht stoppen, die Erkrankung griff den geschwächten Körper immer stärker an.

Strahlentherapie ohne erhofften Erfolg

Nach der Operation setzte Manuela auf die Strahlentherapie als zweite große Chance im Kampf gegen den Krebs, der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus. Die Bestrahlungen waren für die Künstlerin körperlich extrem belastend, brachten aber keine dauerhafte Stabilisierung. Der Gaumenkrebs erwies sich als aggressiv und widerstandsfähig gegenüber der Behandlung.

Für die Sängerin bedeutete das eine Phase voller medizinischer Eingriffe, Schmerzen und Unsicherheit. Am Ende verlor sie diesen Kampf – ihr Tod mit nur 57 Jahren machte vielen Fans erst das ganze Ausmaß ihrer schweren Erkrankung bewusst.

Letzte Jahre zwischen Comeback-Versuch und Rückzug

In den 1990er-Jahren war Manuela durch die wiederauflebende Schlager-Begeisterung erneut gefragt. Discjockeys spielten ihre alten Hits, ihre Lieder liefen wieder häufiger, und eine neue Generation lernte ihre Musik kennen. Im letzten Jahr vor ihrem Tod erschien eine CD mit ihren größten Erfolgen, ein weiteres fertig aufgenommenes Album blieb unveröffentlicht und „liegt noch in der Schublade“, so ihr Bruder Klaus Dittmer dem Spiegel.

Parallel dazu hatte die Sängerin jedoch mit gesundheitlichen Problemen und finanziellen Sorgen zu kämpfen – die Krebsdiagnose traf sie in einer ohnehin schwierigen Lebensphase. Umso tragischer wirkt ihr früher Tod: Eine Künstlerin, die sich immer wieder zurückgekämpft hatte, verlor schließlich den Kampf gegen den Krebs.