Die Nachricht trifft Vereine, Weggefährten und Fans mit voller Wucht: Roger Prinzen ist tot. Der frühere Fußballprofi, Nachwuchstrainer und Funktionär starb am Montag im Alter von 57 Jahren „plötzlich und unerwartet“, wie sein Verein, der 1. FC Heidenheim, mitteilte. Zuletzt arbeitete er dort als Leiter der Nachwuchsabteilung und prägte über Jahre die Entwicklung junger Talente.
Roger Prinzen arbeitete seit 2018 in Heidenheim
Der 1. FC Heidenheim würdigte den Verstorbenen in einer Mitteilung mit klaren Worten. „Mit Roger Prinzen verliert der 1. FC Heidenheim 1846 nicht nur einen Fußballlehrer, eine geschätzte Führungskraft und einen leidenschaftlichen Förderer unserer Talente, sondern vor allem einen langjährigen Kollegen und Freund“, hieß es laut „Bild“.
Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2018 habe er die sportliche Ausbildung im Nachwuchsbereich maßgeblich mitgestaltet. Besonders im Nachwuchsleistungszentrum galt Prinzen als wichtige Stütze, die sportliche Entwicklung und tägliche Arbeit eng miteinander verband.
Der 1. FC Nürnberg trauert um seinen früheren Coach
Auch beim 1. FC Nürnberg sitzt der Schmerz tief. Dort war Roger Prinzen viele Jahre im Nachwuchsbereich tätig und betreute unter anderem die U21. In der Saison 2013/14 sprang er sogar zweimal als Interimstrainer der Profimannschaft in der Bundesliga ein.
Roger Prinzen spielte für Wattenscheid, Hannover und Fürth
Vor seiner Trainerlaufbahn war Roger Prinzen selbst als Profi aktiv. Der frühere Abwehrspieler stand in der Bundesliga für die SG Wattenscheid 09 auf dem Platz. In der 2. Bundesliga lief er zudem für den SV Darmstadt 98, Hannover 96 und die SpVgg Greuther Fürth auf, außerdem spielte er für Austria Lustenau.
Er kam insgesamt auf zahlreiche Einsätze in der ersten und zweiten Liga. Seine Erfahrung aus dem Profifußball floss später sichtbar in seine Arbeit als Trainer und Nachwuchsförderer ein.
Ehefrau Sonja und drei Kinder bleiben zurück
Neben seiner sportlichen Laufbahn steht nun vor allem der persönliche Verlust im Mittelpunkt. Roger Prinzen hinterlässt seine Ehefrau Sonja und drei Kinder. Vom 1. FC Nürnberg hieß es dazu: „All seinen Hinterbliebenen gelten unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tief empfundenes Mitgefühl.“