Die Filmwelt trauert um Sam Neill. Der neuseeländische Schauspieler starb am Montag in einem Krankenhaus in Sydney im Alter von 78 Jahren. Seine Familie hatte seinen Tod bereits als plötzlich und unerwartet beschrieben. Nun wurde auch die Todesursache bestätigt.
Neill galt über Jahrzehnte als prägende Leinwandfigur, ob als Dr. Alan Grant in „Jurassic Park“ oder in der Serie „Peaky Blinders“.
Sam Neill starb an einer Lungenentzündung
Wie „BBC“ berichtet, bestätigte Neills Agent Philip Grenz, dass der Schauspieler an einer Lungenentzündung starb. Mit seiner Erklärung reagierte er auch auf falsche Berichte Neill sei einer Krebserkrankung erlegen. Grenz erklärte nach Rücksprache mit der Familie: „Sam starb an einer Lungenentzündung. Bevor er krank wurde, hatte Sam das Lymphom mithilfe einer neuen Behandlung namens CAR-T-Therapie mutig bekämpft und besiegt.“
Familie betont: Der Schauspieler war krebsfrei
Bereits im April hatte Sam Neill öffentlich gemacht, dass er sich nach einer Non-Hodgkin-Lymphom-Diagnose, einer Form von Blutkrebs, in Remission befinde. Seine Familie erklärte nun, dass er bis zu seinem Tod krebsfrei geblieben sei. In seinen letzten Lebensjahren zeigte er sich beruflich weiter aktiv und arbeitete trotz gesundheitlicher Belastungen an mehreren Projekten hintereinander.
Vier neue Projekte und weitere Auftritte nach seinem Tod
Sein Agent erklärte außerdem, dass Sam Neill im vergangenen Jahr vier Produktionen direkt nacheinander gedreht habe, die in den kommenden Monaten veröffentlicht werden sollen. Zu seinen letzten Filmauftritten zählt „The Fox“ aus dem Jahr 2025, im Fernsehen war er zuletzt in der Netflix-Serie „Untamed“ zu sehen.
Darüber hinaus soll er 2027 noch posthum in „Godzilla x Kong: Supernova“ und „The Last Resort“ erscheinen. Seine Karriere umfasste neben „Jurassic Park“ auch Titel wie „The Piano“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Dead Calm“ und „Event Horizon“.
Privater Abschied auf seiner Farm in Neuseeland
Sam Neill wurde in Nordirland geboren und wuchs in Neuseeland auf. Sein Agent beschrieb ihn als sehr privaten Menschen, der keinen großen Wirbel um seine Person mochte. Die Familie will ihn deshalb mit einer privaten Gedenkfeier auf seiner Farm in Neuseeland ehren, ein Termin steht noch nicht fest.
Nach der Nachricht von seinem Tod meldeten sich viele Weggefährten zu Wort. „Jurassic Park“-Co-Star Laura Dern nannte ihn ihren „geliebten Freund fürs Leben“. In seinen Memoiren und auch im Gespräch mit der „BBC“ hatte Neill einen Satz gesagt, der nun besonders nachhallt: „Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Was ich nicht will, ist aufzuhören zu leben.“