Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Der britische Schauspieler starb am späten Dienstagabend in seinem Haus in Los Angeles. Damit endet das Leben eines Darstellers, der mit Rollen zwischen Horror, Komödie und Musical zu einer festen Größe in Film und Fernsehen wurde. Besonders als Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ und als Pennywise in „Es“ prägte er das popkulturelle Gedächtnis vieler Zuschauer. Die Nachricht löst große Trauer aus, weil Curry über Jahrzehnte hinweg mit markanten Figuren eine ganz eigene Präsenz auf die Leinwand brachte.

Tim Curry starb in seinem Haus in Los Angeles

Wie t-online.de berichtet, starb Curry in der Nacht auf Mittwoch in seinem Zuhause in Los Angeles. Demnach rückte die Polizei am späten Dienstagabend gegen 23.23 Uhr zu seinem Anwesen aus. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Weitere Einzelheiten zur Todesursache wurden zunächst nicht bekannt. In den vergangenen Jahren hatte sich der Schauspieler weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er lebte in Los Angeles und wurde im Alltag von Pflegekräften unterstützt. Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen blieb er für viele Fans eine prägende Persönlichkeit des internationalen Films.

Dr. Frank-N-Furter machte ihn zur Kultfigur

Seinen großen Durchbruch schaffte Tim Curry 1975 mit „The Rocky Horror Picture Show“. Der Film wurde anfangs von Kritikern eher kühl aufgenommen, entwickelte sich später aber zu einem weltweiten Kultphänomen, vor allem bei Mitternachtsvorführungen. Curry wurde als exzentrischer Dr. Frank-N-Furter zur Ikone. Später folgten viele weitere Rollen in ganz unterschiedlichen Produktionen. Dazu zählen „Kevin – Allein in New York“, „Annie“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Muppet Treasure Island“, „Addams Family Reunion“ und „Scary Movie 2“. Auch auf der Theaterbühne war der Schauspieler über viele Jahre aktiv.

Pennywise aus „Es“ prägte eine ganze Generation

Einem breiten Publikum wurde Curry 1990 als Pennywise in der TV-Verfilmung von Stephen Kings „Es“ bekannt. Mit seiner Darstellung des unheimlichen Clowns schuf er eine Figur, die bis heute als eine der eindringlichsten Horrorrollen des Fernsehens gilt. Der Schauspieler bewegte sich dabei mühelos zwischen düsterem Schrecken und schwarzem Humor. Gerade diese Vielseitigkeit machte seine Karriere so besonders. Laut Focus bestätigte seine langjährige Managerin Marcia Hurwitz, dass Curry friedlich in seinem Zuhause in Toluca Lake gestorben sei. Für viele Filmfans bleibt er deshalb weit mehr als nur ein Darsteller einzelner Kultrollen.

Schlaganfall veränderte Tim Currys spätere Jahre

Seit einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 war Tim Curry gesundheitlich stark eingeschränkt. Er musste notoperiert werden, konnte danach nicht mehr laufen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch das Sprechen musste er neu erlernen. Dennoch arbeitete er weiter, vor allem als Sprecher, und trat vereinzelt wieder öffentlich auf. 2016 war er in der Neuauflage von „The Rocky Horror Picture Show“ zu sehen, 2020 kehrte er bei einer Benefiz-Lesung noch einmal zu Frank-N-Furter zurück. „Ich lebe ganz glücklich in meinem Kopf“, sagte er laut Bild im Jahr 2025.