Die US-Schauspielerin Daveigh Chase ist im Alter von 35 Jahren gestorben. Wie TMZ berichtet, starb die frühere Kinderdarstellerin am Dienstag an Meningitis und einer Blutinfektion, die zu einer Sepsis führte. Zuvor war sie demnach Anfang des Monats wegen Mangelernährung in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert worden. Mit Rollen in „The Ring“, „Lilo & Stitch“ und „Big Love“ prägte sie sehr unterschiedliche Genres. Gerade diese Spannweite machte ihre Karriere besonders: vom Disney-Hit bis zur düsteren Horrorfigur, die sich tief ins Popkultur-Gedächtnis eingebrannt hat.
Daveigh Chase wurde als Lilo und Samara weltbekannt
Ihren Durchbruch schaffte Daveigh Chase schon in jungen Jahren. 2002 lieh sie der Figur Lilo im Disney-Erfolg „Lilo & Stitch“ ihre Stimme und sprach die Rolle später auch in der dazugehörigen TV-Serie weiter. Im selben Jahr wurde sie als Samara Morgan in „The Ring“ einem Millionenpublikum bekannt. Die unheimliche Darstellung brachte ihr einen MTV Movie Award als beste Schurkin ein. Dazu kamen Arbeiten wie die US-Synchronstimme von Chihiro in „Chihiros Reise ins Zauberland“, was ihre Vielseitigkeit schon früh deutlich machte.
Daveigh Chase spielte auch in „Big Love“ und „Donnie Darko“
Neben ihren bekanntesten Filmrollen war Daveigh Chase auch im Fernsehen präsent. Ab 2006 übernahm sie in der HBO-Serie „Big Love“ die wiederkehrende Rolle der Rhonda Volmer und war in 32 Episoden zu sehen. Außerdem wirkte sie in „Donnie Darko“, „Beethoven's 5th“, „Sabrina - Total Verhext!“, „ER“ und „Mercy“ mit. Ihre Laufbahn begann sehr früh: Bereits mit vier Jahren startete sie als Darstellerin, ihren ersten Job in Hollywood bekam sie mit sieben. Später zog sie sich aus der Schauspielerei weitgehend zurück und beendete 2015 ihre Vollzeitkarriere.
Daveigh Chase hinterlässt ein prägendes Werk im TV- und Filmbereich
Dass Daveigh Chase so früh in ganz unterschiedlichen Produktionen überzeugte, macht ihren Platz in der Film- und Fernsehgeschichte besonders. Für viele bleibt sie die Stimme von Lilo, für andere das Gesicht des modernen Horrorfilms der frühen 2000er. Auch ihre Rolle in „Big Love“ zeigte, dass sie weit mehr konnte als ikonische Einzelauftritte. Zu ihrem Privatleben wurde zuletzt nur wenig öffentlich.