Die deutsche Schauspielerin Martina Servatius (†61) starb 2016 nach einer schweren Krebserkrankung in Wiesbaden. Ihr Management bestätigte den Tod damals gegenüber „Gala“, zu den genauen Umständen wurden keine weiteren Angaben gemacht. Mit ihrem Tod verlor die deutsche TV-Landschaft eine herausragende Darstellerin.

Schauspielerin Martina Servatius lernte an der Ernst Busch

Martina Servatius war über viele Jahre in Serien, Fernsehfilmen und auf der Theaterbühne präsent. Besonders eng blieb ihr Name mit einer Rolle verbunden, die sie für ein großes Publikum über lange Zeit verkörperte. Servatius wurde 61 Jahre alt und hinterließ ihren Ehemann sowie eine Tochter.

Sie stammte aus Ost-Berlin und gehörte zu den Schauspielerinnen, die ihr Handwerk klassisch erlernt hatten. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Danach arbeitete sie am Theater und übernahm zahlreiche Rollen im Fernsehen.

Diese Mischung aus Bühnenpräsenz und Kameraerfahrung prägte auch ihren Stil als Darstellerin. Sie galt als präzise, klar und vielseitig einsetzbar. Gerade deshalb konnte sie sowohl in Serienformaten als auch in einzelnen TV-Produktionen glaubwürdig sehr unterschiedliche Figuren spielen.

Martina Servatius prägte „Verbotene Liebe“ jahrelang

Einem breiten Publikum wurde Servatius vor allem durch die ARD-Dailysoap „Verbotene Liebe“ vertraut. Dort spielte sie ab 1999 die Figur Elisabeth Gräfin von Lahnstein und blieb über Jahre ein fester Teil der Serie. Die Rolle bewegte sich in der Welt der Düsseldorfer Gesellschaft und war mit dramatischen Wendungen verbunden.

In den Geschichten verlor ihre Figur mehrere Ehemänner unter tragischen Umständen. Gerade diese elegante, zugleich harte und geheimnisvolle Ausstrahlung machte den Charakter für viele Zuschauer so markant. Mit dieser Serienfigur verbanden viele Fans bis heute den Namen Martina Servatius.

Gastrollen in Tatort, Edel und Starck und Soko Köln

Neben ihrer langjährigen Serienrolle war Martina Servatius auch in weiteren bekannten TV-Formaten zu sehen. Sie übernahm Rollen im „Tatort“, bei „Die Fallers“ sowie in der ZDF-Serie „Soko Köln“. Auch in Fernsehfilmen arbeitete sie regelmäßig, darunter in der ARD-Produktion „Alles für meine Tochter“, in der sie eine Frauenärztin spielte.

Wie „Stern“ berichtete, gehörte dieser Film zu ihren späteren Arbeiten im Fernsehen. Damit zeigte sich, dass Servatius nicht auf ein einziges Rollenfach festgelegt war, sondern sich über Jahre hinweg in ganz unterschiedlichen Produktionen behauptete.

Jo Weil trauerte öffentlich um seine Kollegin

Nach der Nachricht von ihrem Tod meldeten sich frühere Kollegen und Freunde in sozialen Netzwerken zu Wort. Besonders aus dem Umfeld von „Verbotene Liebe“ war die Anteilnahme groß. Schauspieler Jo Weil (48) formulierte seine Trauer offen und knapp: „Ich bin sprachlos und traurig“, so Jo Weil laut „morgenpost.de“.

Die Reaktionen machten deutlich, wie eng viele Weggefährten mit Martina Servatius verbunden gewesen waren. Ihr Tod löste nicht nur bei Fans Bestürzung aus, sondern auch bei Menschen, die mit ihr gearbeitet hatten. In Erinnerung blieb eine Schauspielerin, die ihr Publikum und ihre Kollegen über viele Jahre begleitet hatte.