Schauspielerin Katharina Böhm (61) ist seit Jahren ein Fixpunkt im deutschen Fernsehen. In der ZDF-Krimireihe „Die Chefin“ verkörpert sie die entschlossene Hauptkommissarin Vera Lanz. Doch hinter der souveränen Erscheinung steht eine Frau, deren Lebensweg von familiären Brüchen, öffentlicher Aufmerksamkeit und einem tiefen persönlichen Schmerz geprägt ist.
Verlust ihrer Mutter: Katharina Böhm erinnert sich zurück
Im Gespräch mit dem Magazin „Frau im Spiegel“ sprach die Schauspielerin über den Tod ihrer Mutter Barbara Lass (†54), der ihr Leben nachhaltig veränderte. Die polnischstämmige Schauspielerin starb Mitte der 1990er-Jahre völlig unerwartet an einer Hirnblutung, und war gerade einmal Mitte fünfzig.
„Es war wahnsinnig traurig, ein Albtraum. Ich habe sie total vermisst, weil wir sehr eng waren“, so Böhm gegenüber dem Magazin. Die damals 30-Jährige stand beruflich gerade im Rampenlicht, privat brach jedoch eine zentrale Stütze weg. Der Verlust habe alles durcheinandergebracht. Bis heute ist die enge Bindung zu ihrer Mutter ein zentraler Bezugspunkt in ihren Erinnerungen.
Enge Mutter-Tochter-Beziehung und schwierige Vaterrolle
Die besondere Nähe zu ihrer Mutter erklärt Böhm auch mit der komplizierten Familiensituation. Sie ist eines von sieben Kindern von Schauspieler Karlheinz Böhm (†86), der durch die „Sissi“-Filme zur Filmikone wurde. Die Vaterrolle beschreibt sie als eher „diffus“, während ihre Mutter nach der Scheidung eine neue Ehe mit dem Jazzmusiker Leszek Żądło (80) einging.
Katharina wuchs damit faktisch mit zwei Vätern auf – eine Konstellation, die nicht immer einfach war. Gegenüber der „Welt“ erinnerte sie sich: Wenn ihre Mutter in einer durchsichtigen Indien-Bluse in der Schule auftauchte, hätte sie „am liebsten im Erdboden versinken“ wollen. Gleichzeitig musste sie wegen des prominenten Vaters in der Schule Spott ertragen.
Katharina Böhm über ihr Single-Glück mit 60
Aus den schweren Erfahrungen hat Böhm eine klare Haltung zum Thema Vergänglichkeit entwickelt. „Ich möchte nicht dahinsiechen, aber ich versuche im Hier und Jetzt zu sein. Deshalb verweile ich in diesen Gedanken nicht zu lange“, erklärt sie selbstsicher. Ihr Privatleben hält sie weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Im Interview mit „Bunte“ stellte sie klar, dass die Beziehung zum Regisseur Rick Ostermann (47) bereits seit vielen Jahren beendet ist und er inzwischen eine eigene Familie hat. Sie selbst sei „seit zehn Jahren glücklich“ – nicht wegen eines neuen Partners, sondern weil sie mit sich im Reinen sei. „Ich komme sehr gut mit mir selbst aus und für dieses Glück brauche ich keinen Partner“, so die Schauspielerin.