Wenn sich in Wien wieder alles um den Eurovision Song Contest dreht, steht zum Auftakt eine Künstlerin auf der Bühne, deren Geschichte eng mit dem Wettbewerb verbunden ist. Sängerin Vicky Leandros kehrt für das erste Halbfinale in die Wiener Stadthalle zurück und singt dort „L’amour est bleu“ in einem neuen Arrangement.
Gerade dieser Titel hat für die deutsch-griechische Musiklegende eine besondere Bedeutung, denn mit ihm begann einst ihr Weg auf die große internationale Bühne. Nun schließt sich für die 73-Jährige ein Kreis an genau jenem Ort, an dem alles seinen Anfang nahm.
Vicky Leandros eröffnet das erste Halbfinale
Vicky Leandros wird am 12. Mai das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 eröffnen. Die Wahl des Songs ist dabei eng mit ihrer eigenen Vergangenheit verknüpft: 1967 trat sie in Wien erstmals beim Grand Prix Eurovision de la Chanson an und erreichte mit „L’amour est bleu“ den vierten Platz.
„Ich freue mich sehr, nach Wien zurückzukehren, wo mit meiner ersten Teilnahme am Grand Prix Eurovision de la Chanson mit ,L’amour est bleu‘ alles begann!“, so Vicky Leandros laut Bild. Für viele ESC-Fans ist dieser Auftritt deshalb weit mehr als nur ein musikalischer Programmpunkt.
Vicky Leandros gewann später mit „Après toi“
Die Karriere der Sängerin nahm nach ihrem Debüt beim Wettbewerb weiter Fahrt auf. Fünf Jahre nach ihrem ersten Auftritt gewann sie 1972 in Edinburgh mit „Après toi“ den ESC. Rückblickend verbindet sie mit „L’amour est bleu“ nicht nur einen frühen Wettbewerbserfolg, sondern auch den Start ihrer weltweiten Laufbahn. „Ich war ein Teenager, als ich das erste Mal beim Grand Prix antrat! ,L’amour est bleu‘ hat mir großes Glück gebracht und viele Türen geöffnet.
Es war der Beginn meiner internationalen Karriere, mit Konzerttourneen in Kanada und Japan“, so Vicky Leandros. Bis heute zählt das Lied zu den erfolgreichsten Beiträgen der ESC-Geschichte.
Max Mutzke singt als Interval Act in Wien
Auch aus deutscher Sicht gibt es bei der Veranstaltung ein weiteres bekanntes Gesicht. Sänger Max Mutzke, der 2004 mit „Can’t Wait Until Tonight“ den achten Platz für Deutschland holte, kehrt ebenfalls auf die ESC-Bühne zurück. Der 44-Jährige wird am 16. Mai in Wien als Interval Act auftreten.
In diesem Showblock wird die Zeit überbrückt, während das Publikum über seine Favoriten abstimmt. Mutzke gehört dabei zu einem Ensemble mit dem Namen „Celebration“, das mehrere prägende ESC-Stars aus verschiedenen Jahren zusammenführt.
Ruslana, Rybak und Lordi stehen mit Max Mutzke auf der Bühne
Zum Ensemble „Celebration“ gehören neben Max Mutzke weitere prominente Namen der Wettbewerbsgeschichte. Mit dabei sind unter anderem Alexander Rybak, der 2009 für Norwegen gewann, sowie Ruslana, die 2004 mit „Wild Dances“ siegte. Auch Verka Serduchka aus der Ukraine ist Teil der Gruppe.
Dazu kommen aus Finnland Erika Vikman, die 2025 als Fanfavoritin galt, und Lordi, die 2006 als erste Metal-Band den ESC gewannen. Für Vicky Leandros geht es nach Wien zudem musikalisch weiter: Im Sommer ist ein großes Open-Air-Konzert beim Sani Festival in Sani Hill bei Thessaloniki geplant.