Am 13. Januar jährt sich der Todestag von Magier Siegfried Fischbacher, einer Hälfte des legendären Duos „Siegfried & Roy“. Der gebürtige Rosenheimer starb 2021 im Alter von 81 Jahren in Las Vegas. Seine Schwester bestätigte damals, dass er an den Folgen einer schweren Krebserkrankung gestorben ist. Nur wenige Monate zuvor hatte er seinen langjährigen Bühnenpartner Roy Horn verloren. Fischbachers Tod markierte das Ende einer Ära, in der zwei Deutsche die Glitzerstadt Las Vegas nachhaltig geprägt und die Grenzen klassischer Zaubershows verschoben hatten.
Siegfried Fischbacher stirbt an schwerer Krebserkrankung
Laut Stern erkrankte Siegfried Fischbacher im hohen Alter schwer an Krebs, an dessen Folgen er schließlich verstarb. Seine Schwester schilderte, dass er seine letzte Lebensphase zurückgezogen und im engsten Kreis verbrachte. „Er ist friedlich eingeschlafen“, so das Familienmitglied nach Angaben des Magazins. Für viele Fans war die Nachricht ein schmerzhafter Schlusspunkt einer Geschichte, die Jahrzehnte zuvor in Bayern begonnen hatte: Ein Junge, der früh Zaubertricks lernte, sich der Illusion verschrieb und später in den USA zu einem der bekanntesten Bühnenmagier seiner Zeit wurde.
Vom Rosenheimer Zauberfan zur Las-Vegas-Ikone
Fischbacher, 1939 in Rosenheim geboren, entdeckte schon als Kind seine Leidenschaft für Magie. Später traf er auf den Tierliebhaber Roy Horn – eine Begegnung, die sein Leben verändern sollte. Gemeinsam entwickelten sie eine Show, in der klassische Zauberkunst mit exotischen Tieren verschmolz. 1967 zog es die beiden nach Las Vegas. Dort arbeiteten sie sich Schritt für Schritt nach oben, bis sie rund 20 Jahre später den bis dahin größten Millionen-Deal in der Geschichte der Casino-Stadt aushandelten. Ihre Namen wurden zum Inbegriff spektakulärer Live-Unterhaltung am Strip.
Weiße Tiger, Löwen und ein eigenes Theater in Las Vegas
„Siegfried & Roy“ wurden durch ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltberühmt. In einem eigens für sie konzipierten Theater traten sie Abend für Abend vor rund 1.500 Gästen auf, beide Vorstellungen regelmäßig ausverkauft. Sie tanzten mit Tigern, spielten mit Schlangen und ließen Elefanten verschwinden. Ihr Konzept aus Magie, Exotik und Musical-Elementen lockte nicht nur Glücksspieler, sondern auch Paare und Familien nach Las Vegas. Damit trugen sie wesentlich dazu bei, die Stadt von einem reinen Casino-Mekka zu einem breiteren Entertainment-Zentrum zu entwickeln.
Tragischer Tigerunfall beendet die große Karriere
Die glanzvolle Karriere des Duos fand im Oktober 2003 ein abruptes Ende. Während einer Vorstellung wurde Roy Horn von einem ihrer Tiger schwer verletzt. Er erlitt massiven Blutverlust, Schlaganfälle und musste sich einer komplizierten Gehirnoperation unterziehen. Er erholte sich nie mehr vollständig von den Folgen. Die großen Shows der beiden waren damit vorbei, auch wenn sie für Sonderauftritte noch einmal auf die Bühne zurückkehrten. Im Mai 2020 starb Roy Horn an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Nur wenige Monate später folgte ihm Siegfried Fischbacher – beide bleiben als außergewöhnliches Duo in Erinnerung.