Ein Showmaster wie kein anderer. Rudi Carrell prägte die deutsche TV-Landschaft für viele Jahre. Mit der „Rudi Carrell Show“ oder „Am laufenden Band“ war er in den Sechzigern und Siebzigern für DIE Unterhaltungssendungen schlechthin verantwortlich. Sein Tod mit 71 Jahren kam viel zu früh.
Rudi Carrell verstarb mit 71 Jahren
Der traurige Tag ereignete sich am 7. Juli 2006. Rudi Carrell erlag im Alter von 71 Jahren seinem Krebsleiden. Im Frühjahr 2005 wurde bei dem Entertainer Lungenkrebs diagnostiziert. Er war jahrelang Kettenraucher.
In einem seiner letzten Interviews mit der „Süddeutschen Zeitung“ zeigte er sich darüber wenig überrascht: „Hätte ich eigentlich schon längst haben müssen!“ Rudi Carrell unterzog sich einer Chemotherapie, doch die Überlebenschancen waren gering, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ berichtete.
„Meine Chemotherapie wirkt palliativ, das heißt, die Ärzte haben versucht, mein Leben angenehm zu verlängern. Das ist gelungen, mehr darf und kann ich nicht erwarten“, so Rudi Carrell.
Rudi Carrell starb an Lungenkrebs
Nach der Diagnose zog sich der gebürtige Niederländer auf seinen Gutshof in Syke bei Bremen zurück. Am 7. Juli 2006 verlor Deutschland einen seiner größten Showmaster. Rudi Carrell hat einen ganz besonderen Platz in der Geschichte des Fernsehens eingenommen – und bleibt deshalb unvergessen.
Ein Rückblick auf Rudi Carrells Karriere
Rudi Carrell wurde am 19. Dezember 1934 im niederländischen Alkmaar als Rudolf Wijbrand Kesselaar geboren und prägte über Jahrzehnte die Fernsehunterhaltung in Deutschland. Er begann bereits mit 17 Jahren seine Laufbahn im Showgeschäft, zunächst als Bauchredner und Zauberkünstler.
Den frühen Durchbruch brachte 1959 die niederländische „Rudi-Carrell-Show“, die 1964 mit der Silbernen Rose von Montreux ausgezeichnet wurde. Ab 1965 folgte der Wechsel ins deutsche Fernsehen. Große Popularität erreichte Carrell mit dem Familien-Quiz „Am laufenden Band“, das zwischen 1974 und 1979 sehr hohe Einschaltquoten erzielte.
Auch als Sänger war er erfolgreich, unter anderem mit „Wann wird's mal wieder richtig Sommer“ im Jahr 1976. In den 1980er-Jahren setzte er seine Karriere mit Formaten wie „Rudis Tagesshow" und „Herzblatt“ fort. Später arbeitete er für RTL und moderierte ab 1996 „7 Tage, 7 Köpfe“.