Schauspieler James Ransone, durch Rollen in „The Wire“ und „Es: Kapitel 2“ einem internationalen Publikum vertraut, ist im Dezember im Alter von 46 Jahren in Los Angeles gestorben. Nun liegen offizielle Dokumente vor, die die Todesursache benennen. Laut einem Totenschein der Behörden von Los Angeles handelt es sich um Suizid, wie „People“ berichtet.

Ransone war am 19. Dezember gestorben, der zuständige Gerichtsmediziner hatte den Fall zunächst als möglichen Suizid eingestuft – jetzt herrscht traurige Gewissheit. Die Nachricht trifft vor allem seine Familie und Weggefährten hart, die den Schauspieler als sensiblen, intensiven Künstler und liebevollen Vater beschreiben.

James Ransone: Totenschein bestätigt Suizid mit 46 Jahren

Der Totenschein vom 29. Dezember bestätigt den Suizid des Schauspielers, der in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geboren wurde. Ransone, Jahrgang 1979, hatte sich in der HBO-Serie „The Wire“ als impulsiver Hafenarbeiter Ziggy Sobotka in die Seriengeschichte gespielt und später im Horrorhit „Es: Kapitel 2“ den erwachsenen Eddie Kaspbrak verkörpert. Ransone hinterlässt seine Ehefrau Jamie McPhee sowie die gemeinsamen Kinder Jack und Violet.

Ehefrau Jamie McPhee teilt emotionalen Abschiedsbrief

Nur zwei Tage nach dem Tod ihres Mannes veröffentlichte Kostümbildnerin Jamie McPhee einen berührenden Abschiedsbrief auf Instagram. „Ich habe dir tausendmal gesagt, dass ich dich liebe, und ich weiß, dass ich dich wieder lieben werde“, schrieb sie. Ransone habe zu ihr gesagt: „Ich muss mehr so sein wie du und du musst mehr so sein wie ich“ – ein Satz, den sie als zutreffend beschreibt. In ihrem Post dankte sie ihm dafür, dass er ihr „die größten Geschenke“ gemacht habe: „dich, Jack und Violet“. Die beiden hatten im September 2017 geheiratet und erst im Mai 2025 den vierten Geburtstag ihrer Tochter gefeiert.

GoFundMe-Kampagne stützt Familie nach dem Verlust

Freunde und Wegbegleiter starteten kurz nach der Tragödie eine GoFundMe-Kampagne, um McPhee und die Kinder finanziell zu unterstützen. In der Beschreibung wird Ransone als „geliebter Ehemann, Vater und Freund“ gewürdigt. „James, den seine Freunde PJ nannten, war witzig, magnetisch, brillant und voller Leben. Vor allem aber war er ein außergewöhnlicher Vater“, heißt es in dem Text. Seine Frau Jamie, von Freunden „Skipper“ genannt, sowie Jack und Violet seien „das Zentrum seiner Welt“ gewesen. Die Spendenaktion soll der Familie ermöglichen, sich auf Trauerarbeit und die Zukunft der Kinder zu konzentrieren, ohne sich unmittelbar um finanzielle Belastungen sorgen zu müssen.

Karriere zwischen „The Wire“, Horrorhits und persönlichen Dämonen

Ransone begann seine Karriere in den späten 1990er-Jahren und arbeitete sich mit intensiven Charakterrollen nach oben. Neben „The Wire“ und „Es: Kapitel 2“ war er in „The Black Phone“ und dessen Fortsetzung „Black Phone 2“, in Serien wie „Law & Order“ und „Hawaii Five-0“ sowie im gefeierten Indie-Film „Tangerine“ von Regisseur Sean Baker zu sehen.

In einem Essay für das „Malibu Magazine“ hatte er bereits 2009 offen über Missbrauchserfahrungen, eine schwere Heroinabhängigkeit und hohe Schulden gesprochen. Er schilderte, wie er „115 Pfund wog, rund 30.000 Dollar Schulden hatte und eine ausgeprägte Heroinabhängigkeit“ entwickelte – und wie die Übernahme von Verantwortung für seine Vergangenheit schließlich zu einem neuen Lebensabschnitt führte.

Hier bekommen Sie umgehend Hilfe

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.