Es sollte ein ruhiger Leseabend in der Hamburger Laeiszhalle werden – doch für Schauspielerin Senta Berger endete der Auftritt mit einem dramatischen Sturz von der Bühne und einem komplizierten Oberschenkelbruch. Wie sie die Sekunden nach dem Fall wahrnahm, beschreibt die 84-Jährige jetzt gegenüber der Bild. Sie erinnert sich nur an das laute Geräusch ihres Aufpralls auf das Parkett direkt vor der ersten Zuschauerreihe. Erst der Notarzt konfrontierte sie mit der ganzen Härte der Situation und machte ihr klar, dass sie sich eine schwere Verletzung zugezogen hatte.
Senta Berger erinnert sich an den Moment des Sturzes
Bis heute kann sich Film- und Theaterschauspielerin Senta Berger nicht erklären, warum sie im Januar von der Bühne stürzte. „Der Sturz von der Bühne wird uns allen ein unlösbares Rätsel bleiben. Ich höre nur noch den Aufprall auf das Parkett vor der ersten Zuschauerreihe. Ich konnte das alles erst gar nicht begreifen“, sagt sie zu Bild. Was genau passiert war, erfuhr sie erst durch den Notarzt. Er forderte sie auf, ihre Beine anzusehen, und erklärte ihr dann nüchtern: Das eine sei deutlich kürzer als das andere, sie habe einen Oberschenkelbruch erlitten und müsse operiert werden.
Vom Krankenhaus in die Reha-Klinik bei München
Nach der Notoperation wurde Senta Berger in eine Klinik südlich ihrer Heimatstadt München verlegt, wo sie ihre Reha begann. Die erste Zeit beschreibt sie offen als Phase völliger Hilflosigkeit. „Als ich hier aus Hamburg angekommen war, konnte ich nichts, gar nichts. Nicht gehen. Nicht stehen“, erzählt sie.
Disziplin aus dem Ballettunterricht hilft bei der Genesung
Aufgeben kam für Senta Berger nie infrage. Stattdessen vertraute sie auf eine Eigenschaft, die sie schon in jungen Jahren geprägt hat: eiserne Disziplin. Geduld sei nicht ihre Stärke, betont sie, doch etwas anderes helfe ihr enorm: „Geduldig nicht, aber sehr diszipliniert. Das kommt immer noch von meinem Ballettunterricht, der hält mich gerade. Und natürlich der Beruf der Schauspielerin.“ Diese Haltung zahlte sich aus. In der Reha machte sie nach eigenen Worten große Fortschritte und konnte sich Schritt für Schritt wieder aufrichten.