Schauspielerin Senta Berger (84) hat sich bei einem Unfall in Hamburg schwer verletzt und musste im Krankenhaus operiert werden. Die Künstlerin war dort für eine gemeinsame Lesung mit Schauspieler Friedrich von Thun (83) in der Laeiszhalle eingeplant, bei der Szenen aus Loriots „Szenen einer Ehe“ vorgetragen werden sollten. Kurz vor dem geplanten Auftritt kam es jedoch zu einem Sturz während eines Soundchecks, wie unter anderem Bild berichtet. Die Lesung am Freitag wurde daraufhin kurzfristig abgesagt, ebenso der geplante Termin in Kiel am Sonntag. Offiziell war zunächst nur von einer „akuten Erkrankung eines der Künstler“ die Rede.

Senta Berger erleidet Oberschenkelbruch bei Soundcheck

Nach Informationen der Bild zog sich Senta Berger bei dem Sturz einen Oberschenkelbruch zu. Die 84-Jährige wurde demnach zeitnah operiert. Ein solcher Eingriff ist in diesem Alter ein ernst zu nehmender medizinischer Eingriff, doch die Ärzte sollen zufrieden mit dem Verlauf sein. Die kurzfristige Absage der Lesungen in Hamburg und Kiel sorgte zunächst für Spekulationen, da die Veranstalter nur knapp über eine plötzliche Erkrankung informierten. Erst die Berichte aus Hamburg machten deutlich, wie schwer der Unfall tatsächlich war und weshalb die geplanten Auftritte nicht stattfinden konnten.

Sohn Simon Verhoeven: „Sie ist eine Kämpferin“

Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven (53), der Sohn von Senta Berger, gab gegenüber Bild ein erstes Update zum Gesundheitszustand seiner Mutter. „Meiner Mutter geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind froh, dass sie in sehr guten Händen ist“, so Verhoeven. Weiter erklärte er: „Sie ist eine Kämpferin, was sie jetzt auch wieder beweisen wird.“ Er betonte, wie sehr sich die Familie auf die gemeinsamen Auftritte gefreut habe, doch nun habe etwas anderes Priorität: „Wir hatten uns zwar sehr auf die Premieren und die gemeinsamen Auftritte gefreut. Jetzt steht für uns alle aber natürlich ausschließlich ihre Genesung im Vordergrund.“

Neue Kinorolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

Trotz des Unfalls steht Senta Berger in Kürze mit einer neuen Filmrolle im Fokus. Ab dem 29. Januar ist sie im Kinofilm „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ zu sehen. Die Literaturverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Buch von Joachim Meyerhoff und wurde von Simon Verhoeven inszeniert. Im Zentrum steht die Figur Joachim (Bruno Alexander), der an einer renommierten Schauspielschule in München aufgenommen wird. Er zieht in das Haus seiner Großeltern Inge (Senta Berger) und Hermann (Michael Wittenborn). Zwischen familiären Eigenheiten, emotionalen Herausforderungen und dem harten Alltag an der Schauspielschule sucht Joachim seinen Weg – und Berger verkörpert dabei eine wichtige Bezugsperson.

Senta Berger über ihr mögliches Karriereende vor der Kamera

Vor Kurzem sprach die Schauspielerin in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ über ihre berufliche Zukunft. „Gott sei Dank bin ich ja in einem Beruf, in dem man nicht in Rente geschickt wird. Insofern muss ich das Ende selbst bestimmen“, sagte Senta Berger. Sie deutete an, dass ihre aktuelle Rolle möglicherweise eine ihrer letzten vor der Kamera sein könnte: Sollte sie mit diesem Film ihre Karriere beenden, „dann wäre es in Ordnung“, erklärte sie. Diese reflektierten Worte erhalten nun eine zusätzliche Dimension, da die 84-Jährige sich nach der Operation zunächst auf ihre Erholung konzentrieren muss. Fans und Weggefährten hoffen, dass sie sich vollständig erholt und selbst entscheiden kann, wie es für sie weitergeht.