Die Rockszene musste 2024 um James Kottak trauern: Der frühere Schlagzeuger der Scorpions starb im Alter von nur 61 Jahren. Der US-Amerikaner aus Kentucky gehörte von 1996 bis 2016 zur Band und wirkte in dieser Zeit an mehreren Alben mit.

Auf Instagram nahmen die Musiker damals Abschied von ihrem langjährigen Kollegen. „Unser lieber Freund und Schlagzeuger für 20 Jahre ist im Alter von 61 Jahren verstorben“, teilte die Band via Instagram mit. Die genauen Todesumstände sind nicht offiziell bekannt.

James Kottak prägte die Scorpions zwei Jahrzehnte

Für die Scorpions war Kottak weit mehr als nur ein Mann am Schlagzeug. In einer sehr erfolgreichen Phase der Band stand er mit Klaus Meine und seinen Kollegen auf den größten Bühnen.

In der Trauerbotschaft der Gruppe hieß es außerdem: „James war ein wunderbarer Mensch, ein großartiger Musiker und liebevoller Familienvater … er war unser Bruder von einer anderen Mutter und wird uns sehr fehlen. Rock ’n’ Roll für immer, ruhe in Frieden, James.“

Todesumstände von James Kottak unklar

Kottak starb in seiner Heimatstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Während die Todesumstände bis heute unklar sind, konnte Fremdeinwirkung bereits kurz nach seinem Ableben ausgeschlossen werden, so „Spiegel“.

Neben seiner Zeit bei den Scorpions war er auch an weiteren musikalischen Projekten beteiligt und zuvor bereits mit der Band Kingdom Come erfolgreich. Privat war James Kottak mit Athena Lee verheiratet, der Schwester von Tommy Lee. Aus der Ehe gingen drei gemeinsame Kinder hervor.

Alkoholprobleme belasteten James Kottaks Karriere

Über viele Jahre kämpfte der Musiker mit Alkohol- und Drogenproblemen, die schließlich auch Folgen für seine Laufbahn hatten. Bereits 2022 hatte er offen darüber gesprochen, seine Sucht nie ganz überwunden zu haben, berichtete der „Spiegel“. Die Schwierigkeiten galten als zentraler Grund für sein Aus bei den Scorpions.

Nach der endgültigen Trennung im Jahr 2016 übernahm später Mikkey Dee den Platz am Schlagzeug. Wie „Bild“ zudem berichtete, soll Kottak nach Aussagen aus dem Umfeld immer wieder unter seinem langjährigen Alkoholproblem gelitten haben: Es war der schlimmste Dämon, der ihn immer wieder jagte“, so ein Insider.