Amelie Stiefvatter gehört während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zum Moderatoren-Team des ZDF. Die Sportjournalistin berichtet aus dem Stadion und ist längst mehr als nur ein TV-Gesicht im Fußball. Ihr beruflicher Weg führte sie von Berlin über Wien bis ins deutsche Fernsehen. Doch hinter ihrer steilen Karriere stecken einige Schicksalsschläge.
Amelie Stiefvatter fand früh ihren Weg zum Sport
Geboren wurde Stiefvatter am 28. Juni 1990 in Berlin. Sie stammt aus einer musikalischen Familie, interessierte sich aber schon als Kind stark für Sport. Judo, Schwimmen, Tanzen, Voltigieren und Volleyball gehörten zu den Disziplinen, die sie ausprobierte. Nach dem Abitur zog es sie zunächst nach Australien zum Work-and-Travel, später studierte sie in Wien Amerikanistik, Orientalistik, Publizistik und Kommunikationswissenschaften, berichtet „t-online“.
Dort kam sie auch beruflich im Medienbereich an. So arbeitete sie mehrere Jahre bei ServusTV als Reporterin und Filmemacherin, bevor sie sich später mit ihrer Produktionsfirma „Amovie“ selbstständig machte.
Der Tod ihrer Mutter veränderte den Karriereweg
Der Schritt in die Selbstständigkeit hatte einen sehr ernsten Hintergrund. Als ihre Mutter an Krebs erkrankte, kündigte Amelie Stiefvatter ihren festen Job, um in dieser Zeit bei ihr sein zu können. Leider verlor die Moderatorin ihre Mutter an die Krankheit: „Es war ein einschneidendes Erlebnis, das mich verändert hat.“
„Mir ist der Boden unter den Füßen weggezogen worden, als sie so schnell verstorben ist und ich habe die Welt nicht mehr verstanden“, sagte Amelie Stiefvatter gegenüber „t-online“.
Nach dem Tod ihrer Mutter kehrte sie nicht mehr in eine klassische Festanstellung zurück. Stattdessen entschied sie sich dafür, beruflich eigene Projekte umzusetzen und ihren Weg unabhängiger weiterzugehen.
Endometriose machte Amelie Stiefvatter öffentlich
Nicht nur über familiäre Schicksalsschläge, auch über gesundheitliche Probleme spricht Amelie Stiefvatter ganz offen. Bei der Reporterin wurde Endometriose diagnostiziert, nachdem sie über längere Zeit starke Schmerzen hatte. Die Diagnose wurde erst durch eine Spiegelung gestellt, wie sie laut „t-online“ erklärte.
Mit dem Thema ging sie später offen um und sprach auch auf Instagram darüber. „Es ist nichts Schlimmes, man kann es behandeln und es wird inzwischen viel mehr geforscht. Es ist eine ganz tolle Entwicklung, dass es auf einmal kein Tabuthema mehr ist“, so die Reporterin. Damit setzt sie auch öffentlich ein Zeichen für mehr Offenheit bei chronischen Erkrankungen.