Die Nachricht trifft Fans von „Emily in Paris“ und des französischen Fernsehens gleichermaßen: Schauspieler Pierre Deny ist tot. Der Franzose starb am 25. Mai im Alter von 69 Jahren nach Komplikationen infolge von ALS.

In der Netflix-Serie spielte er in Staffel drei und vier den Modekonzern-Chef Louis de Léon, eine prägende Nebenfigur im Umfeld von Mindy und Nicolas. Wie unter anderem „Variety“ berichtet, bestätigten seine Töchter den Tod in einer Erklärung gegenüber der französischen „AFP“. Damit verliert die französische Film- und TV-Landschaft einen Darsteller, der über Jahrzehnte auf Bühne und dem Bildschirm präsent war.

Pierre Denys Familie bestätigt Tod nach ALS-Erkrankung

Die Familie machte die Todesursache öffentlich und sprach von einem schweren Verlauf der Krankheit. „Mit großer Betroffenheit geben wir bekannt, dass Pierre Deny am Montag an den Folgen einer schnell fortschreitenden ALS verstorben ist“, erklärten seine Töchter.

Pierre Deny spielte Louis de Léon in „Emily in Paris“

Der Tod des Schauspielers wurde wenige Tage nach einer weiteren Nachricht rund um „Emily in Paris“ bekannt: Die Serie soll nach der sechsten Staffel enden, die derzeit in Griechenland gedreht wird.

In der Netflix-Produktion verkörperte Pierre Deny den JVMA-CEO Louis de Léon, den Vater von Nicolas, der in der Handlung eine wichtige Verbindung zu Mindy hat. Seine Rolle war zwar nicht die zentrale Figur der Serie, blieb aber stets in Erinnerung.

Mehr als 500 Folgen in „Demain nous appartient“

Schon lange vor seinem Netflix-Auftritt war Pierre Deny in Frankreich ein vertrautes Gesicht. Seine Karriere begann in den 1980er-Jahren am Theater, später folgten zahlreiche Rollen in Fernsehserien und Filmproduktionen.

Besonders stark verbunden war er mit der Soap „Demain nous appartient“, in der er als Dr. Renaud Dumaze in mehr als 500 Episoden zu sehen war. Dazu kamen Auftritte in Produktionen wie „Julie Lescaut“, „Une femme d’honneur“, „L’Instit“, „Joséphine, ange gardien“, „Plus belle la vie“, „Braquo“ und zuletzt auch „Camping Paradis“ im Jahr 2025.

Kolleginnen erinnern an einen sensiblen und humorvollen Mann

Nach Bekanntwerden seines Todes meldeten sich Weggefährtinnen mit persönlichen Worten. Schauspielerin und Sängerin Sylvie Vartan, die 2015 mit ihm auf der Bühne stand, schrieb auf Instagram: „Ich bin sehr traurig, vom Tod Pierre Denys zu hören. Ich habe mit ihm auf der Bühne wunderbare Momente geteilt. Er war ein großzügiger Schauspieler sowie ein sensibler und lustiger Mann.“ Auch Luce Mouchel, seine Kollegin aus „Demain nous appartient“, erinnerte an gemeinsame Jahre am Set.