Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist tot. Wie ihre Agentur Players unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die Berlinerin bereits am 13. Mai plötzlich und unerwartet, so „Bild“. Sie wurde nur 24 Jahre alt. Weitere Angaben zur Todesursache wurden nicht veröffentlicht.

Mit Jordan verliert die deutsche Film- und Serienlandschaft ein junges Talent, das sich in kurzer Zeit in mehreren Produktionen einen Namen gemacht hatte. Noch vor wenigen Wochen war sie im Fernsehen zu sehen, zugleich arbeitete sie an neuen Projekten, die ihre Karriere weiter voranbringen sollten.

Luna Jordan spielte zuletzt im „Polizeiruf 110“

Erst im März war Luna Jordan im „Polizeiruf 110“ zu sehen. Einem größeren Publikum wurde sie zudem durch ihre Rolle in „Jenseits der Spree“ an der Seite von Jürgen Vogel bekannt. Auch in der RTL+-Serie „Euphorie“ wirkte sie mit.

Schon früh stand sie vor der Kamera: Einer ihrer ersten Einsätze war 2013 im Kurzfilm „Die Zwangsräumung“ mit Uwe Preuss. Später folgte auch ein Auftritt in „Der Bergdoktor“. Damit baute sie sich Schritt für Schritt eine vielseitige Laufbahn zwischen Krimi, Drama und Serie auf.

Rolle als Astrid Kirchherr in „Hamburg Days“ geplant

Zuletzt arbeitete die Schauspielerin an der neuen Serie „Hamburg Days“, die sich mit den frühen Jahren der Beatles beschäftigt. Darin sollte sie die Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr verkörpern, eine wichtige Figur im Umfeld der Band.

Auch im Kino war Luna Jordan präsent. In Produktionen wie „Run Me Wild“ zeigte sie, dass sie nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf der Leinwand überzeugen konnte. Ihr früher Tod trifft die Branche deshalb besonders hart, weil viele in ihr eine Darstellerin sahen, deren Weg gerade erst begann.

Österreichischer Filmpreis für „Fuchs im Bau“

Einen wichtigen Meilenstein erreichte Luna Jordan im Jahr 2022. Für ihre Rolle im Drama „Fuchs im Bau“ erhielt sie den österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle. In ihrer Dankesrede sprach sie ein ernstes Thema an und machte auf sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche aufmerksam. Damit zeigte sie nicht nur künstlerische Stärke, sondern auch Haltung. Der Preis galt als bedeutender Schritt in einer Laufbahn mit viel Potenzial.