Die Musikwelt trauert um Dolly Parton: Die Country-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Ihre Familie teilte mit, dass sie am 25. August friedlich in Nashville starb. Besonders schmerzlich wirkt die Nachricht auch deshalb, weil Parton erst kurz zuvor offen über gesundheitliche Probleme gesprochen hatte.

Nach dem Tod ihres Ehemanns Carl Dean im März hatte sich ihr Zustand verschlechtert. Trotzdem hielt sie an neuen Projekten fest und sprach weiter über Arbeit, Musik und Ideen, die sie noch verwirklichen wollte.

Dolly Parton sprach kurz vor ihrem Tod über neue Ziele

Nur vier Tage vor ihrem Tod hatte Dolly Parton ein selten persönliches Update gegeben. Sie erklärte, dass sie gesundheitliche Probleme behandle, die sie während der Pflege ihres Mannes lange nicht beachtet habe.

Gleichzeitig machte sie deutlich, dass ihr Antrieb ungebrochen war. „Ich heile noch, aber ich arbeite noch immer. Ich habe noch so viele Dinge, die ich erreichen möchte“, sagte Dolly Parton laut People. Dieser Satz bekommt nun eine besonders traurige Bedeutung. Er zeigt, wie stark ihr Wille bis zuletzt geblieben war.

Sie prägte Musik, Film und Fernsehen über Jahrzehnte

Dolly Parton zählte zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Country-Geschichte. Mehr als 160 Millionen verkaufte Alben, Welthits wie „Jolene“, „9 to 5“ und „I Will Always Love You“ sowie elf Grammys markieren ihre außergewöhnliche Karriere.

Auch im Film und Fernsehen setzte sie Akzente, etwa mit „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“, „Magnolien aus Stahl“ und als Produzentin erfolgreicher Formate. Dazu kamen ein Ehrenoscar, die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame und ein neues Musical über ihr Leben, das 2025 in Nashville Premiere feierte und später an den Broadway wechseln sollte.

Bryan Seaver verabschiedet seine Tante mit warmen Worten

Bekannt wurde ihr Tod durch ein Video ihres Neffen Bryan Seaver auf Instagram: „Diese Videonachricht ist etwas, worum mich Dolly vor Jahren gebeten hatte, noch bevor ich es als zukünftige Realität wirklich verinnerlicht hatte. Als ihr Sicherheitschef seit mehr als zwei Jahrzehnten – eine Rolle, die vor mir bereits mein Vater Larry innehatte – habe ich mir die Schwere dieses Augenblicks zwar vorgestellt, sie aber bis jetzt noch nicht wirklich gespürt“, erklärte er.

Und weiter: „Es ist eine Ehre, eine Ehre, die von absolutem Stolz und großer Traurigkeit geprägt ist. Doch die Traurigkeit liegt bei uns, nicht bei Dolly. Dolly hat im Licht gelebt und befindet sich nun in den Armen Jesu, wo sie sicherlich von Carl, ihren Eltern und unzähligen anderen empfangen wurde, die zu ihr aufgeschaut und sich danach gesehnt haben, ihr im Himmel zu begegnen.“

Er erinnerte zudem daran, wie sehr Dolly Parton nicht nur ihre Angehörigen, sondern auch Generationen von Sängerinnen, Songwritern und Fans geprägt habe. Im offiziellen Nachruf der Familie hieß es, ihr Vermächtnis stehe für Liebe, Mitgefühl und Widerstandskraft. Auch ihr soziales Engagement bleibt eng mit ihrem Namen verbunden, etwa durch die Imagination Library für Kinder.

Carl Dean und die große Liebe an ihrer Seite

Zu Dolly Partons Leben gehörte auch ihre jahrzehntelange Ehe mit Carl Dean, den sie 1966 heiratete. Er hielt sich fast immer aus der Öffentlichkeit heraus, unterstützte sie aber über viele Jahre. Sein Tod im März traf die Sängerin schwer. Später widmete sie ihm den Song „If You Hadn’t Been There“.

Dass sie trotz Trauer, gesundheitlicher Rückschläge und abgesagter Auftritte weiter an Musik, Bühnenprojekten und Aufnahmen arbeitete, zeigt ihren unermüdlichen Einsatz. Mit Dolly Parton verliert die Unterhaltungswelt eine Künstlerin, deren Einfluss weit über Country-Musik hinausreicht.