Die US-Sängerin Connie Francis (†87) starb am 16. Juli 2025 im Alter von 87 Jahren. Ihr Sprecher Ron Roberts machte die Nachricht öffentlich und schrieb auf Facebook: „Mit schwerem Herzen und tiefer Traurigkeit teile ich euch mit, dass meine liebe Freundin Connie Francis gestern Abend gestorben ist“, so Roberts auf Facebook. Zur Todesursache wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Connie Francis gelang 1958 der Durchbruch

Mit Francis verlor die Musikwelt eine Künstlerin, die in den späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahren internationale Charts prägte und auch in Deutschland mit ihren deutschsprachigen Aufnahmen große Erfolge gefeiert hatte.

Geboren wurde sie als Concetta Rosa Maria Franconero in Newark im US-Bundesstaat New Jersey. Schon als Kind erhielt sie Gesangsunterricht, gefördert von ihrem Vater, der später auch ihr Manager wurde. Nach ersten TV-Auftritten unterschrieb sie noch als Jugendliche bei MGM Records. Der große Wendepunkt kam 1958 mit „Who’s Sorry Now?“.

Danach folgten Hits wie „Stupid Cupid“, „Everybody’s Somebody’s Fool“ und „Lipstick on Your Collar“. Wie der „Spiegel“ berichtete, gehörte sie in der ersten Hälfte der Sechzigerjahre zu den größten Weltstars mit Auftritten in Häusern wie der Carnegie Hall.

Connie Francis war auch in Deutschland ein großer Schlagerstar

Besonders stark war ihre Verbindung zum deutschen Publikum. Unter dem Titel „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ nahm sie einen ihrer Erfolge auf Deutsch auf, später folgten „Schöner fremder Mann“ und „Barcarole in der Nacht“. Zwischen 1960 und 1965 landete sie regelmäßig weit vorn bei der „Bravo“-Otto-Wahl, zeitweise sogar auf Platz eins.

Francis sang ihre Lieder auch auf Italienisch und Spanisch und erreichte damit Fans weit über die USA hinaus. Neben der Musik stand sie zudem vor der Kamera und wirkte in mehreren Filmen mit, darunter „Where The Boys Are“ sowie weitere Produktionen bis Mitte der Sechzigerjahre.

Connie Francis erlebte schwere Krisen und private Verluste

Hinter dem Ruhm stand ein Leben mit massiven Belastungen. Eine frühe Beziehung zu Bobby Darin scheiterte dramatisch am Widerstand ihres Vaters. 1974 wurde Francis nach einem Auftritt in einem Motelzimmer auf Long Island vergewaltigt, der Täter wurde nie gefasst. Später verlor sie nach Nasenoperationen zeitweise ihre Stimme, 1981 wurde ihr Bruder ermordet.

Hinzu kamen Klinikaufenthalte, eine Diagnose als manisch-depressiv und ein Suizidversuch. „Mein Privatleben ist ein Kummer von A bis Z“, sagte sie 1984 laut „brisant.de“. Trotz allem engagierte sie sich später für Opfer sexueller Gewalt und arbeitete in einer staatlichen Taskforce gegen Gewaltverbrechen mit.

Vor Tod: Connie Francis erlebte 2025 noch ein spätes Revival

Lange nach ihrer größten Karrierephase kehrte ihre Musik noch einmal in den Mittelpunkt zurück. In den sozialen Medien wurde „Pretty Little Baby“ 2025 hunderttausendfach verwendet und erreichte vor allem ein junges Publikum. Francis selbst reagierte darauf mit Staunen und erklärte in einem Interview, sie habe zunächst gedacht, ihr Computer habe einen Virus.

Erst 2017 hatte sie ihre Autobiografie veröffentlicht und ihre Bühnenkarriere beendet. Im Juli 2025 war sie wegen starker Rückenschmerzen ins Krankenhaus gekommen. Wenig später wurde ihr Tod bekannt. Geblieben war das Bild einer Sängerin, die Generationen mit leichteren Melodien und einem schweren Lebensweg begleitet hatte.