Moderatorin Amira Aly (33) hat auf Instagram sehr offen über einen Vorfall gesprochen, der sie mitten in der Nacht völlig aus dem Konzept brachte. Nach einem Festivalbesuch in Hannover mit ihrer Mutter erhielt sie eine SMS, die scheinbar von ihrem Kreditkartenanbieter stammte. Darin ging es um eine angebliche Zahlung an ein Kryptounternehmen.

Betrug: Amira Aly fiel auf täuschend echte SMS herein

Weil die Nachricht im selben Chatverlauf wie frühere, echte Mitteilungen erschien, wirkte alles glaubwürdig. Aly reagierte aus Sorge sofort und rief die angegebene Nummer an. Genau dort begann für sie eine perfide Falle.

Aly schilderte in ihrem Video, dass die Nachricht wie eine normale Sicherheitswarnung wirkte. In der SMS stand, sie solle anrufen, falls sie die Zahlung nicht selbst veranlasst habe. „Der Chatverlauf war halt da, mit den ganzen Zahlungen, und ich hab trotzdem diese Nummer angerufen“, sagte Amira Aly auf Instagram.

Am anderen Ende meldete sich jedoch kein echter Bankmitarbeiter, sondern ein Betrüger. Mit Fachbegriffen, Hinweisen auf Hacker und einer angeblichen polnischen IP-Adresse setzte er sie gezielt unter Druck.

Betrüger erzeugten harten Druck auf Amira Aly

Der Mann am Telefon erklärte der Moderatorin, ihr Smartphone sei gehackt worden und ihr Geld müsse nun in Sicherheit gebracht werden. Dafür brachte er einen sogenannten Sicherheitsfonds ins Spiel, auf den sie Geld überweisen solle. Zunächst folgte Aly diesem Rat nicht vollständig.

Stattdessen transferierte sie nach eigener Aussage Geld auf ein anderes Konto von sich. Doch auch das stellte der Anrufer als riskant dar. Schließlich ließ sie sich sogar dazu bringen, ihr Online-Banking zu sperren. Aly räumte selbst ein, dass sie in diesem Moment nahezu alles glaubte, was ihr gesagt wurde.

Amira Aly schämt sich, auf Betrug reingefallen zu sein

Besonders bitter war für sie der nächste Schritt. Im Vertrauen auf den angeblichen Helfer setzte sie ihr Handy zurück. Der Betrüger hatte ihr erklärt, das Gerät könne unter fremder Kontrolle stehen und so Zugriff auf Bankdienste ermöglichen.

In ihrem Statement sagte Amira offen: „Ich schäme mich so sehr für meine eigene Dummheit. Und ich dachte immer, wer ist so doof und glaubt so was.“ Gerade weil sie als medienerfahren gilt, fiel ihr dieses Geständnis schwer. Umso klarer wollte sie den Fall öffentlich machen und andere Menschen warnen.

Christian Düren brachte am Morgen die bittere Erkenntnis

Erst am nächsten Morgen wurde ihr das ganze Ausmaß klar. Ihr Partner Christian Düren (35) soll ihr deutlich gesagt haben, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sei. Zu diesem Zeitpunkt wusste Aly noch nicht sicher, ob bereits Geld verschwunden war und wie hoch ein möglicher Schaden ausfallen könnte.

Der Fall zeigt, wie glaubwürdig sogenannte Smishing-Angriffe inzwischen wirken. Kriminelle nutzen dabei manipulierte SMS und kombinieren sie mit psychologischem Druck am Telefon. Alys Bericht macht deutlich, wie schnell selbst vorsichtige Menschen in Stresssituationen falsche Entscheidungen treffen können.