Ende Februar wird in Berlin entschieden, wer Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten soll. Beim TV-Spektakel „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026“ treten neun sehr unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler gegeneinander an. Moderiert wird die Live-Show im Ersten von Entertainerin Barbara Schöneberger, an ihrer Seite steht diesmal Comedian Hazel Brugger. Während einige Acts bereits große TV-Bühnen kennen, nutzen andere die Chance, sich erstmals einem Millionenpublikum zu präsentieren. Für Deutschland geht es nach einem ernüchternden Ergebnis im vergangenen Jahr um musikalische Wiedergutmachung.
Sarah Engels präsentiert „Fire“ im ESC-Rennen
Sängerin Sarah Engels, die durch „Deutschland sucht den Superstar“ einem breiten Publikum vertraut ist, tritt mit dem Song „Fire“ an. Die 33-Jährige will mit einer kraftvollen Pop-Nummer punkten, die auf starke Vocals und eingängige Hooks setzt. Ihre Teilnahme war lange spekuliert worden, nun ist sie offiziell bestätigt. Engels bringt reichlich Live-Erfahrung aus TV-Shows, Tourneen und Musikproduktionen mit und gilt als eine der prominentesten Stimmen im Feld.
Malou Lovis und Myle setzen auf starke Pop-Melodien
Sängerin Malou Lovis, 26, aus Wettringen in Nordrhein-Westfalen, geht mit „When I'm With You“ ins Rennen. Die Gewinnerin von „The Voice of Germany“ 2023 stand bereits mit Tokio Hotel auf der Bühne und beschreibt den Vorentscheid als enorme Chance: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal hier bin. Aber es ist schon eine große Plattform, auf der man die Musik zeigen kann“, so die Künstlerin. Der 25-jährige Deutsch-Amerikaner Myle aus Ravensburg bringt seinen gitarrenlastigen Pop-Song „A Ok“ mit. Er stand bereits an der Seite von Wincent Weiss und Alvaro Soler auf Tour und will nun mit moderner, radiotauglicher Popmusik ESC-Fans und Jury gleichermaßen überzeugen.
Ragazzki, Molly Sue und Wavvyboi mit klaren Konzepten
Das neu gegründete Duo Ragazzki setzt mit „Ciao Ragazzki“ auf augenzwinkernden Pop mit YouTube-Charme. Hinter dem Projekt stehen Content-Creator Marti Fischer aus Niedersachsen und David „Miirtek“ Starosciak aus Rheinland-Pfalz. Molly Sue aus Laboe in Schleswig-Holstein bringt mit „Optimist (Ha Ha Ha)“ einen Popsong über den Umgang mit eigenen Ängsten auf die Bühne. Die 25-Jährige stand bereits 2014 bei „The Voice Kids“ im Team von ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut und möchte nun selbst in diese Erfolgsspur treten. Aus Liechtenstein reist Wavvyboi an: Der 27-jährige Simon Vogt-Grande performt „Black Glitter“ und bezeichnet den Auftritt als „Riesenchance“.
Dreamboys The Band, Laura Nahr und Bela komplettieren das Feld
Die Formation Dreamboys The Band besteht aus den vier Künstlerinnen Jo The Man The Music, Philippa Kinsky, VILLFORTH und Nina Caroline. Gemeinsam präsentieren sie mit „Jeanie“ einen Indie-Pop-Song, der auf harmonische Stimmen und atmosphärische Arrangements setzt. Laura Nahr aus Magdeburg hofft mit „Wonderland“ auf den Sprung nach Wien und bringt modernen Pop mit emotionaler Note ein. Der 23-jährige Münchner Bela tritt mit „Herz“ an und will vor allem das TV-Publikum emotional erreichen. Während Deutschland nach Platz 15 für das Duo Abor & Tynna im Vorjahr auf ein besseres Abschneiden hofft, wird der ESC 2026 in Wien ausgetragen – Gastgeber ist Österreich nach dem Sieg von Sänger JJ.